SC Schwarzenbek

Neuer Kunstrasenplatz kommt noch dieses Jahr

| Lesedauer: 3 Minuten
Noch Rasen, bald Kunstrasen - der Sportplatz an der Schützenallee soll zur Kunstrasenfläche umgestaltet werden.

Noch Rasen, bald Kunstrasen - der Sportplatz an der Schützenallee soll zur Kunstrasenfläche umgestaltet werden.

Foto: Marcus Jürgensen

Gut zehn Jahre haben die Kicker vom SC Schwarzenbek darauf gewartet: Jetzt bekommen sie endlich einen neuen Kunstrasenplatz.

Schwarzenbek. Seit gut zehn Jahren kämpfen die Kicker vom SC Schwarzenbek und der Förderverein für einen Kunstrasenplatz an der Schützenallee. In diesem Jahr soll das Projekt trotz der leeren öffentlichen Kassen in Schwarzenbek – bedingt durch hohe Ausfälle bei der Gewerbesteuer – Wirklichkeit werden. Denn auch das Land beteiligt sich mit einer hohen Förderung an dem Vorhaben.

Land gibt 250.000 Euro dazu

„Gute Nachrichten gibt es für die Umwandlung eines Spielfeldes in einen Kunstrasenplatz für die Stadt Schwarzenbek, die fast auf 25 Prozent der Gesamtfördersumme für eine umfangreiche Umwandlung zurückgreifen kann. 250.000 Euro stehen dafür zur Verfügung. Damit sind die Weichen für eine erfolgreiche sportliche Arbeit an der Schule für die Zukunft gesichert“, sagt Andrea Tschacher, CDU-Landtagsabgeordnete aus Aumühle. Insgesamt hat das Land 5,2 Millionen Euro für die Sportförderung bereitgestellt. 32 Projekte werden damit unterstützt – im Kreisgebiet profitiert Schwarzenbek von dem Paket.

Stadt ist mit einer Million Euro dabei

Den Rest der Summe übernimmt die Stadt. Voraussichtlich wird der Platz knapp 1,2 Millionen Euro kosten, weil die Stadt sich bei der Planung für eine kostenintensive, dafür aber ökologische Variante mit Korkverfüllung entschieden hat (wir berichteten).

„Die Haushaltsmittel stehen bereit. Wir müssen jetzt noch auf den Bauantrag und die Ausschreibung warten, dann kann es losgehen. Das Projekt sollte noch in diesem Jahr starten. Mit der Landesförderung dürften wir unseren Eigenanteil auf unter eine Million Euro drücken“, sagt Hans-Jürgen Stribrny (CDU), Vorsitzender des Bauausschusses.

Ende einer langen Zitterpartie

Für die Fußballer vom SC Schwarzenbek und auch andere Sportler war es eine lange Zitterpartie, die bereits 2010 begann. Weil der Platz am Sporthaus bei Regen wegen fehlender Drainage kaum noch bespielbar ist, fordern die Sportler schon lange einen Kunstrasenbelag mit funktionstüchtiger Entwässerung.

Im November 2019 haben die Politiker nach langer Beratung und Diskussion über die optimale Ausführung des Kunstrasens den Weg für das Projekt freigemacht. Sie beschlossen, den geplanten Kunstrasenplatz mit einer Verfüllung aus Korkgranulat, das bei der Herstellung von Flaschenkorken und Bodenbelägen anfällt, zu bauen. Im Vorfeld hatten Politiker aus allen Fraktionen aus Klima- und Umweltgründen massive Bedenken am Kunstrasenbelag geäußert. Hintergrund war die Diskussion um Mikroplastik, das vom Platz über die Regenwasserkanalisation ins Meer gespült werden könne. Der Grundsatzbeschluss für den Kunstrasenplatz war eigentlich bereits Anfang des Jahres 2019 in der Stadtverordnetenversammlung gefallen.

Was passiert mit dem Bodenaushub?

Ein Problem bleibt die Entsorgung des Oberbodens vom bisherigen Rasenplatz: Weil Deponieflächen im Land fehlen, müsste dieser kostenpflichtig als Bauschutt entsorgt werden.