Brunstorf

„Löschbanden“-Nachwuchs verstärkt jetzt Jugendwehren

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Mit dem Gang durch das Schlauchspalier endete für Felix Abel seine Zeit bei der Brunstorfer „Löschbande“, die gleich 15 Mitglieder an die Jugendfeuerwehren der Region abgab.

Mit dem Gang durch das Schlauchspalier endete für Felix Abel seine Zeit bei der Brunstorfer „Löschbande“, die gleich 15 Mitglieder an die Jugendfeuerwehren der Region abgab.

Foto: Denise Ariaane Funke

Kinderfeuerwehr in Brunstorf war einst Vorreiter in der Region. Um die Löschbande kümmern sich derzeit 35 Betreuer.

Brunstorf. Die wichtigste Nachwuchsquelle der Freiwilligen Feuerwehr sind die Kinder und Jugendwehren. So wie die „Löschbande“ in Brunstorf. Dort schieben sechs- bis zehnjährige Jungen und Mädchen ihren Dienst. Von den 45 Nachwuchslöschern aus der Löschbande sind nun 15 zur Jugendfeuerwehr gewechselt.

Weil Brunstorf nur eine Kinderabteilung, aber keine eigene Jugendfeuerwehr hat, wechseln acht Kinder nach Dassendorf, drei verstärken die Jugendfeuerwehr in Schwarzenbek, ein Kind macht in Schönberg weiter und zwei stehen künftig in Kollow an der Spritze. Noch nicht entschieden hat sich Carl Christian Petersen: „Ich mache auf jeden Fall weiter. Ich gehe entweder nach Dassendorf oder nach Schwarzenbek. Ich will mir beide Wehren anschauen, bevor ich mich entscheide“, sagt der Neunjährige.

Jetzt wurden die Nachwuchsretter gebührend verabschiedet. Nach ihrem letzten Dienst stärkten sich die Kinder mit Brötchen und Muffins, bevor es feierlich wurde: Maria Könitzer, die die Kinderabteilung in Brunstorf leitet, verteilte an die Kinder Urkunden und zur Erinnerung Handtücher mit dem Logo der Löschbande. Ihre großen Kameraden aus Dassendorf und Kollow waren mit ihren Einsatzwagen angerückt, um den Nachwuchs in Empfang zu nehmen. Offiziell verabschiedet waren die Neun- bis Zehnjährigen, nachdem sie durch ein Spalier aus Schläuchen spaziert waren, das die Kinder- und Jugendfeuerwehren aufgebaut hatte.

Kinderfeuerwehr Brunstorf war einst Vorreiter in der Region

Als die Kinderfeuerwehr vor vier Jahren in Brunstorf gegründet wurde, war sie ein Vorreiter in der Region. Bis dahin gab es mit den „Löschzwergen“ nur eine weitere Kinderabteilung. „Wir waren in unserem Bezirk die ersten“, sagt Frank Krawzow, stellvertretender Leiter der Kinderabteilung. Mittlerweile gibt es weitere Kinderfeuerwehren. Schwarzenbeks „Löschwölfe“ folgten 2018 und aktuell sei in Schnakenbek eine Kinderabteilung in der Planung, berichtet Krawzow. In den Nachwuchs wird viel Zeit investiert: 35 Betreuer kümmern sich in Brunstorf um die Löschbande. Beim Dienst an jedem dritten Sonnabend im Monat stehen technische Dinge und der Brandschutz auf dem Programm. Das Spielen und Ausflüge kommen aber nicht zu kurz. Angewiesen ist die Abteilung aber auch auf Spenden: Mit 1500 Euro unterstützte die Kreissparkasse das Projekt. Von dem Geld wurde für den „Löschtrupp in spe“ eine Feuerwehrausrüstung mit kleinen Schläuchen und Spritzen gekauft.

Dass die Nachwuchsretter mit der Ausrüstung umgehen können, stellten sie auch schon unter Beweis. Beim Amtswehrfest in Grove belegte die Löschbande den ersten Platz. Den Wunsch zur Feuerwehr zu gehen, hegen viele Kinder: Momentan stehen fünf Kinder auf der Warteliste der Löschbande.

( daf )