Grossfeuer

Bauernhof abgebrannt: Mehr als 30 Rinder sterben

Meterhoch schlagen die Flammen aus dem Bauernhof in Mühlenrade.

Meterhoch schlagen die Flammen aus dem Bauernhof in Mühlenrade.

Foto: Timo Jann

Mühlenrade. Beim Brand eines Bauernhofes sind nach Polizeiangaben mehr als 30 Rinder gestorben. 150 Feuerwehrleute waren im Einsatz.

Mühlenrade. Ein Großbrand hat in der Nacht zum Donnerstag einen Bauernhof in Mühlenrade bei Schwarzenbek in Schutt und Asche gelegt. Menschen wurden dabei nicht verletzt, aber mehr als 30 Kühe verendeten in den Flammen.


Etwa 150 Feuerwehrleute aus den Kreisen Herzogtum Lauenburg und Stormarn waren mit den Löscharbeiten beschäftigt. Die Polizei schätzt den Schaden auf mehr als eine halbe Million Euro. Beamte nahmen noch in der Nacht die Ermittlungen zur Brandursache auf.

"Der erste Alarm wurde um 0.46 Uhr ausgelöst. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte standen Wohntrakt und Wirtschaftsteil bereits in Vollbrand", berichtete Amtswehrführer Thomas Kulp. Der Bauernhof an der Dorfstraße ist L-förmig gebaut und hat jeweils 25 Meter lange Schenkel. Der 1914 errichtete Bau mit entsprechend alter Substanz und eingelagerte Erntevorräte sorgten für ein Flammeninferno.

20 Kilometer weit war der leuchtend rot gefärbte Himmel sichtbar

Mit zahlreichen Strahlrohren und von einer Drehleiter aus bekämpften die Feuerwehrleute die Flammen. Kulp: "Wir mussten außerdem mehrere Nachbargebäude vor massivem Funkenflug schützen."

Die Bewohner konnten sich zu Anfang rechtzeitig und unverletzt in Sicherheit bringen. Feuerwehrleute retteten trotz akuter Einsturzgefahr etwa 30 Tiere aus dem Stall. Sie wurden kurzerhand in Einfahrten benachbarter Höfe gesperrt. Die Hälfte der Rinder kam aber wohl ums leben. Letzten Zahlen zur Folge handelte es sich um mehr als 30 Rinder. Etwa die Hälfte wurde noch während des Einsatzes geborgen, und man muss davon ausgehen, dass die übrigen Tiere ebenfalls nicht überlebt haben.

Die Einsatzleitung ging davon aus, dass sich die Löscharbeiten auch am Donnerstag noch hinziehen werden. Hintergrund: In der Ruine werden zahlreiche Brandnester vermutet, die nach und nach freigelegt werden müssen. Bis in die Morgenstunden war die Ortsdurchfahrt Mühlenrade voll gesperrt.