Chapter Breitenfelde

Traumreise auf der Harley Davidson durch Neuseeland

| Lesedauer: 3 Minuten
Dagmar Gehm
Auf einer Harley durch Neuseeland -diesen Traum erfüllten sich Mitglieder des Harley-Chapters Breitenfelde im Frühjahr.

Auf einer Harley durch Neuseeland -diesen Traum erfüllten sich Mitglieder des Harley-Chapters Breitenfelde im Frühjahr.

Foto: Barbara Hauschildt / BGZ

Schwarzenbek. Holger Jöde hat sich einen Traum erfüllt: Nach Harley-Touren zum Nordkap und durch China folgte jetzt Neuseeland.

Breitenfelde.  Seine Träume hat sich Holger Jöde (61) auf die Rückseite seines gelben Hoodie drucken lassen: Einen Kompass mit allen Himmelsrichtungen, die er auf einem Harley-Davidson-Motorrad bereits befahren hat oder noch befahren will. Als nördlichsten Punkt hat er 2016 das Nordkap vermerkt, als östlichsten China, das er 2015 zusammen mit dem Chapter Breitenfelde als erstem Harley-Club der Welt bereist hat. Für den Westen steht 2020 der Indian Summer in Kanada auf der Planung, und in diesem Jahr hat Jöde mit Neuseeland den Süden abgehakt.

Neun Biker erkunden „down under“

Gerade ist er von dieser Reise nach „down under“ zurückgekehrt. Neun weitere Mitglieder hatte er für die Abenteuer-Tour zusammengetrommelt, Flüge, Hotels und Harleys vor Ort organisiert und die Route ausgearbeitet. 24 Tage waren die norddeutschen Biker unterwegs. In Form einer Acht fuhren sie mit sechs Maschinen und einem Gepäckwagen die Nord- und die Südinsel ab und überquerten auf dem kurvenreichen State Highway 73 die neuseeländischen Alpen.

Erst 2014 den Führerschein gemacht

„370 bis 400 Kilometer sind wir pro Tag gefahren“, sagt der Schwarzenbeker, der erst 2014 seinen Motorradführerschein gemacht hat. „Und nur einmal haben wir uns verfranst.“ An den Küsten der Nord- und Südinsel entlang führte die Tour, durch das Maori-Gebiet und zu Füßen der imposanten Fox- und Franz-Josef-Gletscher. „Zum Glück waren die Straßen bestens in Schuss“.

Highway-Police lobt deutsche Disziplin

Überall wurden die deutschen Biker äußerst freundlich empfangen: „Sogar die Highway Police war sehr davon angetan, wie diszipliniert wir versetzt in der Kolonne fuhren.“ Die acht Männer und zwei Frauen erregten mit ihren schweren Maschinen überall Aufsehen. „Wo immer wir anhielten, wurden wir sofort gefragt, woher wir kämen und wie uns Neuseeland gefällt“, berichtet der leidenschaftliche Biker. Ein gemeinsames Foto haben sie am südlichsten Punkt Neuseelands in Bluff gemacht. Zu Hause hat Jöde extra einen Wegweiser mit Kilometerangabe nach Breitenfelde anfertigen lassen, 18 888 sind es genau. Unter all die anderen hat er ihn gehängt, die nach London, New York, Tokio oder Sydney zeigen. „So ganz legal war das aber nicht“, schmunzelt der Biker.

4600 Kilometer durch Neuseeland

Das Naturwunder der großen, kugelförmigen Steine „Moeraki Boulders“ an der Koekohe Beach haben sie besucht, an einer Hummerbude an der Nordküste fangfrische Meeresfrüchte probiert, Pinguine und Albatrosse in der Porpoise Bay bewundert. In Picton besichtigten sie eines der ältesten Segelschiffe der Welt, die „Edwin Fox“, 1853 in Auftrag gegeben von der renommierten East India Company. Am meisten unter die Haut aber ging ihnen eine Spezialführung zum spirituellen Herz der Maoris in Rotorua. 4600 Kilometer standen bei der Rückgabe der Leih-Maschinen in Auckland auf den Tachos. In zwei Jahren will Holger Jöde wieder mit einigen Freunden durch Neuseeland cruisen: „Nicht zuletzt, um zu checken, ob der Wegweiser mit Breitenfelde noch immer in Bluff hängt.“

( dg )