Vorstandwahlen

Wechsel an der Spitze der Landfrauen

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Marcus Jürgensen
Anne Schmaljohann (M.) und der neue Vorstand des Kreislandfrauenverbandes: Marlene Burmester (Lauenburg), Elke Feddersen (Mustin), Wanda Schmidt-Bohlens (Kröppelshagen), Gudrun Heins-Koletzki (Breitenfelde), Susanne Uhrbrook (Worth), Claudia Steffen (Schwarzenbek), Ilona Schütt (Bartelsdorf) und Astrid Behr (Berkenthin, v.l., es fehlt Christine Neuber aus Gudow).

Anne Schmaljohann (M.) und der neue Vorstand des Kreislandfrauenverbandes: Marlene Burmester (Lauenburg), Elke Feddersen (Mustin), Wanda Schmidt-Bohlens (Kröppelshagen), Gudrun Heins-Koletzki (Breitenfelde), Susanne Uhrbrook (Worth), Claudia Steffen (Schwarzenbek), Ilona Schütt (Bartelsdorf) und Astrid Behr (Berkenthin, v.l., es fehlt Christine Neuber aus Gudow).

Foto: Marcus Jürgensen / BGZ

Müssen. Nach zwölf Jahren ist Ingetraud Schmidt-Bohlens als Vorsitzende der Kreislandfrauen abgetreten. Nachfolgerin ist Anne Schmaljohann.

Schwarzenbek.  Seit 40 Jahren ist Ingetraud Schmidt-Bohlens Landfrau, seit zwölf Jahren Chefin aller 1851 Landfrauen im Kreis. Jetzt hat die 66-Jährige eine Nachfolgerin: Auf ihrer Delegiertenkonferenz in Lüchaus Gasthof in Müssen wählten die Vertreterinnen aus neun Ortsvereinen die 56-jährige Anne Schmaljohann aus Bälau zur neuen Vorsitzenden. Die 56-jährige Steuerfachgehilfin und Meisterin der ländlichen Hauswirtschaft hat nach der Übergabe des Hofes an den Sohn mehr Zeit fürs Ehrenamt, ist seit 2014 auch Repräsentantin der Landwirtschaftskammer im Kreis.

Sie gestaltete das Landfrauen-Kochbuch

Nach drei Amtsperioden hatte Schmidt-Bohlens sich nicht erneut zur Wahl gestellt. „Das Organisieren liegt Dir im Blut“, erinnerte Schmaljohann an die Feier zum 60-jährigen Bestehen des Kreisverbandes auf Gut Basthorst und das Landfrauen-Kochbuch, das unter der Regie ihrer Vorgängerin entstanden war. Der Wechsel an der Verbandsspitze, Schmaljohann war bisher eine von Schmidt-Bohlens Stellvertreterinnen, geht jedoch mit einer weiteren Änderung einher: Der Kreisverband ist jetzt ein eingetragener Verein (e.V.).

Kreisverband ist jetzt ein Verein

Bei der Gründung im Jahr 1954 hatte man auf die Eintragung ins Vereinsregister verzichtet, die alle neun Ortsvereine mittlerweile nachgeholt haben. „Für die Vorstandsmitglieder bringt die Eintragung Rechtssicherheit, sie würden sonst mit ihrem Privatvermögen haften“, erläutert Landesgeschäftsführerin Ulrike Michaelis auf Nachfrage unserer Zeitung. Viele Landfrauenvereine hätten früher aus Kostengründen – jeder Vorstandswechsel muss gebührenpflichtig nachgetragen werden – auf die Eintragung verzichtet, haben dies aber mittlerweile nachgeholt, so Michaelis. Eine Gemeinnützigkeit ist durch die einstimmig verabschiedete Satzung jedoch nicht gegeben.

Interview mit der neuen Vorsitzenden

Frau Schmaljohann, was wollen Sie anders machen als ihre Vorgängerin?

Wir müssen im Vorstand erst einmal als Team zusammenwachsen, werden dann neue Impulse setzen. Heute hat noch etwa ein Drittel der 1851 Mitglieder einen landwirtschaftlichen Hintergrund. Für mich ist das sehr wichtig, denn ich möchte die Landfrauen als eine berufsständische Vertretung verstanden wissen.

Landesbauernpräsident Werner Schwarz will, dass jedes Schulkind ein Mal einen Bauernhof besucht.

Das kann nur gut für uns sein. Wir müssen nur genug Höfe finden, auf denen das möglich ist, die sich öffnen dürfen. Vor allem bei Schweinemastbetrieben sind die hygienischen Auflagen für Besucher sehr hoch.

Die CDU hat gefordert, in öffentlichen Kantinen nicht auf Schweinefleisch zu verzichten.

Das sind Themen, die die Welt nicht braucht. Jeder isst, was er möchte. Dafür braucht es keine Vorschriften.