Müll wird immer öfter illegal entsorgt

Schwarzenbek/Lanken
(cus).
Drei Mal in der Woche fährt ein sogenannter Standplatzreiniger der Abfallwirtschaft Südholstein (AWSH) die Stellplätze der Altglas- und Papiercontainer an besonders hoch frequentierten Standorten an. Doch kurz nach dem Aufräumen ist der Platz bereits wieder zugemüllt: Das haben Anwohner der Stellplätze an der Kollower Straße und am Sachsenwaldring beobachtet.

An beiden Containerstandorten haben Unbekannte in der vergangenen Woche zudem gehäckselten Grünschnitt von Heckenpflanzen abgeladen. Zwar nimmt die AWSH auch Grünabfälle an, aber nur an den Recyclinghöfen oder in der braunen Tonne - und dann gegen Gebühr.

Besonders kurios: Direkt nebenan grenzt ein Waldgebiet an. Statt dort den Grünabfall unerlaubt abzuladen, haben Gartenbesitzer am Sachsenwaldring ihren Grünschnitt auf der Containerfläche abgekippt. Zwar ist die Entsorgung von Grünabfällen im Wald verboten, doch auch bei der Entsorgung neben den Recyclingcontainern handele es sich um illegale Abfallentsorgung, sagt AWSH-Sprecherin Heide Liehmann: "Kann die Polizei den Verursacher ermitteln, droht ihm ein Bußgeld und außerdem muss er die Entsorgungskosten zuzüglich des Verwaltungsaufwandes bezahlen."

Das illegale Ablagern von Müll wird für die AWSH zunehmend zu einem Problem. "In Mölln haben wir mittlerweile schon Schilder an den Containerstandorten aufgestellt und auch für Schwarzenbek sind die Hinweistafeln bestellt", sagt Liehmann.

In Reinfeld haben Unbekannte ihren Sperrmüll vor dem Recyclinghof abgeladen. "Das ist völlig unverständlich, da die Entsorgung von bis zu zwei Kubikmeter Sperrmüll pro Monat bereits über die Gebühr abgegolten und somit kostenlos ist", so die AWSH-Sprecherin. Weil die Mehrkosten wilder Entsorgung von allen Gebührenzahlern aufgebracht werden müssen, bringt die AWSH jede illegale Müllentsorgung zur Anzeige.