Grabau wird jetzt aufgegraben

Grabau
(sh).
Radfahren soll in Grabau sicherer werden. Das haben sich die Gemeindevertreter auf die Fahnen geschrieben. Jetzt haben die Bauarbeiten an der Ortsdurchfahrt aus Richtung Schwarzenbek begonnen. Rund 300 000 Euro wird die Sanierung des Kanalnetzes und der Umbau der kombinierten Geh- und Radwege kosten. Außerdem soll eine Verkehrsinsel in der Fahrbahnmitte am Ortsteingang Raser bremsen.

"Die Rohre sind sehr alt. Sie stammen zum Teil aus den 60er-Jahren. Außerdem habe wir im Bereich zwischen Grover und Rülauer Weg noch Mischwasserleitungen, die jetzt durch ein Trennsystem für Regen- und Schmutzwasser ersetzt werden", erläutert Bürgermeister Bernd Granzow. Da die Gehwege für diese Arbeiten auf einer Länge von 500 Metern ohnehin aufgegraben und neu angelegt werden müssen, nutzt das 330-Einwohner-Dorf die Arbeiten, um den gesamten Bereich neu zu gestalten.

"Die Radwege werden auf beiden Seiten um jeweils 1,50 Meter von der Straße weg verlegt. Zwischen Radweg und Fahrbahn werden wir einen Grünstreifen anlegen. Damit wird der Schulweg für unsere Kinder sicherer", sagt der Bürgermeister. Die erforderlichen Grundstücke gehören der Gemeinde ohnehin bereits, so dass keine zusätzlichen Kosten durch die Umgestaltung entstehen.

Im Zuge der Arbeiten soll auch die Bushaltestelle beleuchtet werden. Ein weiterer Sicherheitsaspekt. Außerdem soll die Ortseinfahrt umgebaut und mit einem sogenannten Baumtor und einer Mittelinsel versehen werden. Denn zahlreiche Beschäftigte aus dem Schwarzenbeker Industriegebiet nutzen die Kreisstraße 17 durch Grabau und Sahms als Abkürzung zur Bundesstraße 207, wenn sie nach Norden wollen. Da die Straße schnurgerade verläuft reizt das zum Gasgeben. "Wir wollen das Tempo im Dorf rausbekommen", so Granzow.

Die umfangreichen Arbeiten werden sich voraussichtlich drei Monate hinziehen. Behinderungen dürfte es nicht geben, da die Baustelle kaum die Fahrbahn berührt.