Offener Garten

Grüne Idylle zwischen Töpferkunst und Schilfhecken

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Offene Gartenpforte: 13 Paradiese laden zum Besuch ein

Die 46-jährige Töpferin lebt seit fünf Jahren in dem 150 Jahre alten Haus und hat den 1000 Quadratmeter großen Garten in ein kleines Paradies verwandelt.

"Als ich einzog, war der Garten völlig verwüstet. Der Teich war ein Sumpfloch", erinnert sie sich. Sie legte nicht nur den Rasen an, sondern pflanzte Hortensien, Gräser und Schilf. Viele romantische Sitzplätze zwischen den Pflanzen laden zum Ausruhen, Lesen oder Klönen ein. "Das ist mein Lebensraum, den ich besonders liebe", sagt Ewers.

In ihren Garten kommen oft Gäste. Nicht nur zum Feiern sind sie hier, sondern auch zum Töpfern in der angrenzenden Werkstatt "Lebenskunst". Fast alle Dekorationen in dem Garten hat die Töpferin, die ihr Handwerk seit 25 Jahren ausführt, selbst gemacht. Vögel auf Eisenstangen, dicke Trolle mit fröhlichen Gesichtern, Drachen, die sich in die Erde graben und ungewöhnliche Pflanzgefäße schmücken den Garten.

In der Regentonne kühlt sich ein dicker Drache ab, speit Wasser und grinst dabei, während sich im Schilf eine dralle Meerjungfrau rekelt. Koi-Karpfen schwimmen vor ihr auf und ab. Die Jungfrau mit den schuppigen Flossen ist eine Hommage an Dänemark. "Es war einmal mein

Traum, auf einen kleinen Hof in Dänemark zu ziehen. Dann war aber dieses Haus hier zu haben, das auch in der Dänenzeit entstanden ist", sagt Ewers. Deshalb weht auf dem Grundstück die dänische Flagge.

Am Sonnabend und Sonntag öffnet Christel Ewers jeweils von 11 bis 18 Uhr ihren Garten für Besucher. Auch Sabine Tesch, die an der Bismarckstraße 62 wohnt, lädt die Gäste ein, ihren traumhaften Garten zu besichtigen. Im Kreis Herzogtum Lauenburg sind an diesem Wochenende noch elf weitere private Gärten für die Öffentlichkeit zugänglich.

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