Bahama-Cup

500 Sportler begeistern 2000 Zuschauer

Foto: Denise Aariane Funke / Funke

Schwarzenbek. Zwei Tage lang hatten 53 Handballteams die Sporthalle an der Buschkoppel fest im Griff. Während des mittlerweile 6. Jugendturniers "Bahama Cup" lieferten sich rund 500 Spieler aus Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern einen rasanten Schlagabtausch.

Eindeutiger Publikumsmagnet für die gut 2000 Zuschauer waren die Turniere auf dem Beach-Areal. Hier ist das Feld kleiner als in der Halle und Kunstwürfe werden doppelt gewertet. Kein Wunder also, dass die Sportler wahre Luftakrobatik an den Tag legten.

Am Sonnabend waren die Spieler aus Schwarzenbek ihren Gegnern überlegen. Das Spiel der Mädchen des TSV Schwarzenbek gegen den TuS Hohnstorf gestaltete sich zum Krimi: Schnelle und gute Teamarbeit auf beiden Seiten begeisterte die Zuschauer. Den entscheidenden Siegtreffer erzielte Janine Lüders vom TSV Schwarzenbek, indem sie ein Rad schlug und den Ball in das gegnerische Tor „versenkte“.

Nicht weniger spektakulär anzusehen war das Spiel der Schwarzenbeker B-Jugend gegen die SG Hamburg-Nord. Das leistungsstarke Team aus der Europastadt hatte die Begegnung fest im Griff und siegte mit 15:7 und 16:4. Offenbar schlägt auch das Herz zahlreicher Schwarzenbeker Firmen für den spannenden Fun-Sport. Sie unterstützten die Handballsparte mit zahlreichen Sach- und Sponsorenbeträgen für die Tombola.

Nicht so glatt verlief hingegen die Kooperation mit dem Deutschen Roten Kreuz (DRK). An beiden Spieltagen waren bei der Großveranstaltung keine Helfer vor Ort. Nach Aussage von Organisator Jan Schmidtchen hatte es hier interne Koordinationsschwierigkeiten seitens des DRK Schwarzenbek gegeben.

Am ersten Spieltag war daher Organisationstalent bei einem Unfall gefragt. Nachdem sich ein jugendlicher Handballer bei einem Sturz eine Armverletzung zugezogen hatte, liefen die Telefonleitungen heiß. Eine Versorgung des Verletzten vor Ort war nicht möglich.

Organisator Jan Schmidtchen alarmierte sofort die Rettungsleitstelle. Zeitgleich rief eine Vereinskameradin des Verletzten dessen Eltern an. Die entschlossen sich, den Jungen persönlich abzuholen und in ein Krankenhaus nach Hamburg zu bringen. Schmidtchen bestellte den Rettungswagen daraufhin ab.