Corona-Impfung

In Zentren, Praxen und mobil: Angebot extrem ausgeweitet

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Dirk Schulz
Von Freitag an hat das ehemalige Geesthachter Impfzentrum am Dialogweg wieder geöffnet. Von Donnerstag an werden Termine für eine Impfung gegen Corona vergeben.

Von Freitag an hat das ehemalige Geesthachter Impfzentrum am Dialogweg wieder geöffnet. Von Donnerstag an werden Termine für eine Impfung gegen Corona vergeben.

Foto: Dirk Schulz

Am Freitag öffnen die Impfstellen in Geesthacht und Alt-Mölln wieder. Dazu impfen mobile Impfteams und Hausärzte. Alle Infos.

Geesthacht. Die Rückkehr der stationären Impfstellen von Freitag, 26. November an, ist ein Baustein, um die Impfquote in Schleswig-Holstein zu steigern. „Wir müssen sämtliche Hebel in Bewegung setzen“, forderte Gesundheitsminister Heiner Garg (FDP). Die wieder öffnenden ehemaligen Impfzentren am Geesthachter Dialogweg und in Alt-Mölln ergänzen die Angebote der mobilen Impfteams der kassenärztlichen Vereinigung und der 1400 impfenden Hausarzt-Praxen im nördlichsten Bundesland.

Weil das aber angesichts stetig steigender Infektionszahlen nicht ausreicht, engagieren sich Mediziner über ihre normale Arbeitszeit hinaus. Dr. Klaus Bibow und sein Team sind so ein Beispiel. „Wir haben uns entschlossen, mit einem Impfmarathon zur Erhöhung des Impfschutzes der Menschen in unserer Region beizutragen“, heißt es auf ihrer Facebookseite.

Praxisklinik Geesthacht impft zehn Stunden nonstop gegen Corona

Ab 9 Uhr können Impfwillige am Sonnabend ohne Termin in Bibows Praxisklinik Geesthacht (An der Post 1-5) kommen. 600 Biontech-Impfdosen – gestellt von der Plaza-Apotheke – stehen für Erst-, Zweit- und Drittimpfungen zur Verfügung. Geplant ist ein zehnstündiges Nonstop-Impfen. Mitzubringen sind der Impfpass, der Ausweis und die Versichertenkarte.

Darüber hinaus impft Dr. Bibow mit Termin noch bis Ende Dezember immer dienstags und mittwochs nachmittags, und ab Januar 2022 immer am Dienstagnachmittag. Am Mittwoch gab es noch Termine für Ende Dezember.

In Geesthacht impfen vier weitere Hausärzte, in Börnsen sind es insgesamt drei, in Schwarzenbek fünf und in Lauenburg vier. Eine Übersicht darüber gibt es auf der Internetseite arztsuche.kvsh.de.

Mobile Teams impfen ohne Terminvereinbarung

Anders als bei den Hausärzten benötigen Bürger keinen Termin, um ein Angebot eines mobilen Impfteams wahrzunehmen. Allerdings sollte Wartezeit eingeplant werden. Am Donnerstag, 25. November, ist etwa ein mobiles Impfteam von 10 bis 17 Uhr im Jobcenter Schwarzenbek (Markt 8).

In Reinbek impft ein mobiles Team vom 1. bis 3. Dezember in der Sozialstation Reinbek (jeweils 9 bis 17 Uhr, Völckers Park 8). Ein anderes Team besucht am 3. Dezember das Gemeindezentrum Lauenburg im Dietrich-Bonhoeffer-Haus (9.30 bis 17 Uhr, Dresdener Straße 17). Und vom 15. bis 17. Dezember gibt es ein offenes Impfangebot im Oberstadttreff Geesthacht (9 bis 17 Uhr, Dialogweg).

Für stationäre Impfstellen wird ein Termin benötigt

In den beiden stationären Impfstellen im Kreis Herzogtum Lauenburg, die am Freitag, 26. November, in den ehemaligen Impfzentren Geesthacht und Alt-Mölln impfen, ist dies derweil ausschließlich mit Terminvereinbarung möglich. Geimpft wird jeweils montags bis sonnabends von 10.30 bis 19.30 Uhr.

Termine werden von Donnerstag, 25. November, an über die Webseite www.impfen-sh.de vergeben – auch bereits für die Eröffnung tags darauf. Es werden Erst-, Zweit- und Drittimpfungen und sogenannte Booster-Impfungen mit den Impfstoffen von Moderna für Personen über 30 Jahre angeboten. Jüngere erhalten Biontech.

Zunächst Generation 60+, ab dem 3. Dezember sind alle dran

In der ersten Woche können zunächst nur Bürger einen Termin buchen, die 60 Jahre oder älter sind. Ab der zweiten Betriebswoche, also ab dem 3. Dezember, soll die Terminbuchung allen Schleswig-Holsteinern offenstehen.

Wer keinen Internetzugang hat, wird gebeten, sich beispielsweise von Nachbarn, Familie oder Freunden helfen zu lassen. Vor Ort in den Impfstellen können keine Termine vereinbart werden. Auch die Kreisverwaltung vergibt keine Impftermine.

Die freien Stellen am Empfang waren binnen weniger Tage besetzt

Der Kreis Herzogtum Lauenburg stellt die Infrastruktur. Die Impfteams werden von der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein (KVSH) aus ärztlichem Personal und medizinischem Unterstützungspersonal des Deutschen Roten Kreuzes zusammengestellt.

„Von allen Beteiligten wurde die Koordination und Logistik in hohem Tempo gestemmt, damit jetzt möglichst viele Menschen über zusätzliche Wege schnell eine Impfung erhalten“, teilt die Kreisverwaltung mit. Die freien Stellen im Empfang der stationären Impfstellen – die Bundeswehr ist nicht mehr im Boot – konnten binnen weniger Tage über Mundpropaganda besetzt werden. Für Geesthacht haben sich 36 Personen gemeldet.

Welche Voraussetzung müssen für Booster-Impfung erfüllt werden

Bei einer Auffrischungsimpfung muss der Abstand zwischen vollständiger Grundimmunisierung (14 Tage nach Zweitimpfung) und dem gebuchten Termin mindestens sechs Monate betragen. Bei einer vorhandenen Impfung mit dem Einmal-Impfstoff von Johnson&Johnson müssen mindestens 28 Tage dazwischenliegen.

Corona-Tests haben wieder an Bedeutung gewonnen

Darüber hinaus haben auch die inzwischen wieder kostenlosen Corona-Tests an Bedeutung gewonnen. Für das Zentrum der Sonnenapotheke hat die Stadt die Turnhalle der Förderschule am Neuen Krug zur Verfügung gestellt. Anmeldungen über www.terminland.de/sonnenapotheke-geesthacht. Eine Übersicht hat der Kreis auf der Seite https://kreisrz.maps.arcgis.com zusammengefasst.

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