Baumpatenschaft

Eine Traubenkirsche als Hochzeitsgeschenk

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Zur Hochzeit seines Freundes Onry Granat (l.) hat Trauzeuge Björn Reuter (beide CDU-Fraktion) einen Patenbaum am Neuen Krug bestellt. Eine Plakette informiert über die Baumpatenschaft.

Zur Hochzeit seines Freundes Onry Granat (l.) hat Trauzeuge Björn Reuter (beide CDU-Fraktion) einen Patenbaum am Neuen Krug bestellt. Eine Plakette informiert über die Baumpatenschaft.

Foto: Dirk Palapies

Den Standort vor der Christuskirche haben die Männer bewusst gewählt. Die Traubenkirsche ersetzt dabei eine dort gefällte Birke.

Eine „Prunus padus Schloss Tiefurt“ als Hochzeits­geschenk bekommt nicht jeder. Onry Granat schon. Der Ratsherr der Geesthachter CDU wurde mit dieser Traubenkirsche von seinem langjährigen Freund Björn Reuter überrascht. Der Parteikollege aus dem Rat nutzte hierfür die Stadt­aktion der Baumpatenschaft. Eine Gedenkplakette neben dem Stamm weist auf die künftigen Paten hin.

Baumpatenschaft in Geesthacht wurde dreimal nachgefragt in diesem Jahr

Das Bäumchen wurde nun als vorletztes der diesjährigen Baumpatenschaft- und Baumkümmerer-Saison in die Erde neben dem Fußgängerweg vor der Christuskirche gesetzt. Insgesamt wurden in diesem Jahr drei Patenbäume nachgefragt, ein weiterer wurde in das kommende Jahr „verschoben“, zudem gibt es einen neuen Baumkümmerer.

Der Standort wurde aber nicht deswegen vor der Kirche gewählt, weil dort die Trauung stattgefunden hätte – das hat sie nicht, sie war am 27. August auf dem Standesamt. Grund ist, dass das Bäumchen nun den Platz einer dort gefällten Birke einnimmt.

Die Stadt ist bestrebt, Lücken aus solchen Sicherheitsfällungen sukzessive wieder aufzufüllen, sofern der Standort es hergibt. Das ist im Innenstadtbereich manchmal schwierig wegen reichlich verbauter Versorgungsleitungen im Erdreich. „Aber dies ist kein schlechter Standort“, findet Franko Stein vom Fachdienst Umwelt.

Beide wollen sich um den Baum vor der Christuskirche kümmern

Ein weiterer Grund ist, dass die beiden Freunde jeweils am anderen Ende des Neuen Krugs wohnen. Wenn sie sich besuchen – so soll auch im Winter gegrillt werden –, laufen sie an „ihrem“ Baum vorbei und können nach dem Rechten sehen. „Zur Not kann man mal die Gießkanne mitnehmen“, sagt Björn Reuter. Onry Granat findet die Idee super, „sowohl fürs Stadtbild, als auch für das eigene Wohl“.

Die Traubenkirsche gilt als insektenfreundliche „Bienenweide“, wird bis zu zwölf Meter hoch und bekommt eine dicht verzweigte, kegel- bis eiförmige Krone. Zur Zeit des Laubaustriebs zeigen sich von April bis Mai weiße, stark duftende Trauben.

( pal )

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