Geesthacht

Klaviermusik begeistert live und per Videoschalte

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Der Musiker Jan-Michael Rogalla gastierte im Kleinen Theater Schillerstraße in Geesthacht.

Der Musiker Jan-Michael Rogalla gastierte im Kleinen Theater Schillerstraße in Geesthacht.

Foto: Denise Ariaane Funke / BGZ

Musiker und Feuerwehrmann Jan-Michael Rogalla spielt ein Konzert im Kleinen Theater Schillerstraße. Dazu gibt es Illustrationen.

Geesthacht.  Wenn Jan-Michael Rogalla beruflich unterwegs ist, wird es oft im wahrsten Sinne des Wortes brenzlig: Als Feuerwehrmann löscht der 38-Jährige Brände, öffnet Türen oder hilft Menschen und manchmal auch Tieren in Notsituationen. Als Notfallsanitäter rückt er wiederum aus, um Menschen zu retten, die auf schnelle medizinische Hilfe angewiesen sind. Der gebürtige Geesthachter ist seit acht Jahren bei der Hamburger Feuer- und Rettungswache F 11 an der Admiralitätsstraße beschäftigt. Eine Schicht dauert für ihn zwölf Stunden – entweder beim Löschzug oder auf dem Rettungswagen. In seiner Freizeit hat er sich der Musik verschrieben.

„Mit der Musik verarbeite ich mein Kopfkino“, sagt Rogalla, der auch schon den Bass in der Hamwarder Band „Planet Pluto“ gespielt hat. Inzwischen ist er von Hamwarde nach Grünhof gezogen und arbeitet an seinen eigenen Projekten. Seine Lieder komponiert er selbst, und zwar so erfolgreich, dass er schon die Musik für verschiedene Film- und Buchprojekte arrangierte. Die Musik zum Dokumentarfilm „Island – eine traumhafte Reise“ sowie zu einer Dokumentation zum Triathlon auf Hawaii stammen aus seiner Feder.

Der gebürtige Geesthachter kann keine Noten lesen

Der 38 Jahre alte Musiker und Produzent spielt Gitarre, Bass und Klavier. Eine Musikschule hat er nie besucht und auch Noten kann er nicht lesen. „Ich habe mir alles selbst beigebracht und spiele, was mein Kopf mir sagt“.

Am Sonnabend, 16. Oktober, gab er im Kleinen Theater Schillerstraße ein Konzert. Die Zuschauer, die im Kino 2 oder per Livestream dabei waren, wurden in eine fabelhafte fantastische Welt entführt. Während Rogalla seinem Stagepiano symphonische Rock- und Klaviermusiken entlockte, leisteten Veranstaltungstechniker Sascha Weiß und sein Team ebenfalls ganze Arbeit. Die Techniker spielten auf die Leinwand Illustrationen und Filme, die den Abend spektakulär machten. Denn viele Sequenzen waren so arrangiert, dass es den Anschein erweckte, die gezeichneten Trickfiguren liefen über das Klavier loder aber Rogalla spiele inmitten seiner fantastischen Welt und sei von Tieren, Landschaften und Menschen umgeben: Eine nahezu perfekte Kombination von epischer Musik mit Film- und Lichtarrangements.

( daf )

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