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Fische und Wasserqualität im Geesthachter Revier sind gut

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Sascha Krüger (48) und Jörg Christian Battermann (51) kamen zum Angeln aus dem Harzer Bad Lauterberg nach Geesthacht.

Sascha Krüger (48) und Jörg Christian Battermann (51) kamen zum Angeln aus dem Harzer Bad Lauterberg nach Geesthacht.

Foto: Denise Ariaane Funke / BGZ

Zwei Wochen nach Saisonende haben die Geesthachter Sportangler die Fische in ihrem Angelrevier untersucht – mit gutem Ergebnis.

Geesthacht.  Es gibt viele Gründe, einen geangelten Fisch wieder ins Wasser zu lassen: Tiere, die unbeabsichtigt gefangen wurden, das Mindestmaß nicht erreichen oder die zeitlich oder komplett geschont sind, müssen zurück in Freiheit. Auch die Fische, die 40 Angler am Sonntagmorgen am Haken hatten, wurden fast alle wieder zurückgesetzt. Aus gutem Grund: Der Verein der Sportangler Geesthacht hat sich ein Bild über den Zustand der Fische im eigenen Revier gemacht.

Zur Unterstützung waren Angler aus anderen Bundesländern angereist. Sascha Krüger und Jörg-Christian Battermann kamen aus dem Harz. „Wir sind heute Morgen um 3.30 Uhr in Bad Lauterberg gestartet“, berichten die 48 und 51 Jahre alten Angler.

An den Kiemen erkennen die Angler den Zustand der Fische

Um die Fische zu schonen, wurde mit winzigen, nur wenige Millimeter großen Haken geangelt. Die Angler schauten unter anderem die Kiemen an, da man dort besonders gut erkennen kann, ob ein Fisch gesund ist. Die gefangenen Fische kamen zunächst in röhrenförmige Setzkescher. Dort wurden sie lebend gehältert, um sie dann zu wiegen.

Anschließend wurden sie wieder frei gelassen. Unter anderem wurden vier Karpfen und ein 900 Gramm schwerer Aal gefangen, zahlreiche Rotaugen, Brassen und Rotfedern. Resümee, der Angler: Wir haben gesunde Fische und eine super Wasserqualität.

Die Saison hat der Verein der Sportangler Geesthacht von 1929 vor bereits zwei Wochen beendet. Mit gutem Ergebnis. „Besonders gut ist der Aal gegangen“, berichtet Sportwart Axel Funke.

Ein 1,60 Meter langer Wels war der größte Fang der Saison

Der größte Fang der Saison gelang einem Mitglied im Mai. Der Angler zog einen 1,60 langen Wels aus dem Hafenbecken.

Dass viele Menschen das Hobby während der Corona-Zeit neu für sich entdeckt haben, kann auch der Geesthachter Verein bestätigen. 20 Neuzugänge sind in diesem Jahr dazugekommen. Der Verein zählt damit rund 240 Mitglieder.

Die Pachtstrecke der Angler reicht vom Ruderclub Geesthacht bis zum Schiffsanleger am Roten Platz. Wer dort angeln möchte, muss sich eine Karte beim Verein besorgen. Dass die Saison so gut verlief, freut die Angler: Sie waren schon in großer Sorge gewesen, da sie im Verhältnis zu früher zweieinhalb Jahre nur sehr wenig am Haken hatten.

Die Brassen sind in die Gewässer zurückgekehrt

Besonders auffällig war, dass es bis nach Lauenburg keine Brassen gab. Die Geesthachter Sportangler wollten schon eine Wasserprobe machen lassen. „Zum Glück sind die Brassen jetzt plötzlich wieder da, und der Verein kann sich die Analyse, die um die 600 Euro gekostet hätte, jetzt sparen.“

Im Hafenbecken und im weiteren Revier finden sich außerdem Zander, Karpfen, Aale, Rotaugen. Aber auch die Grundel und der Döbel sind dort heimisch.

( daf )

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