Neues Gewerbegebiet

Erste Mieter für das Handwerkerquartier in Geesthacht

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Dirk Palapies
Die Außenwände des Zillmann-Baus stehen. Jetzt müssen noch Treppen und Zwischendecken rein, bevor das Dach aufgesetzt wird.

Die Außenwände des Zillmann-Baus stehen. Jetzt müssen noch Treppen und Zwischendecken rein, bevor das Dach aufgesetzt wird.

Foto: Karsch/Geesthacht TV

Nur drei Gewerbeflächen an der Leibnizstraße in Geesthacht sind noch frei. Das Gebäude soll Ende April fertiggestellt sein.

Geesthacht. Wie das geplante Handwerkerquartier der Zillmann-Schwestern im neuen Gewerbegebiet an der Leibnizstraße aussehen wird, wenn es fertig ist, zeigt sich bereits. Die Wände stehen, nur das Dach fehlt noch. Der markante rote Streifen, der den Bau umläuft, wird unter dem Dach später als Erkennungszeichen noch einmal aufgegriffen. Am Fertigstellungstermin Ende April kommenden Jahres halten die Bauherren fest.

„Die großen Bauteile wie Treppen und Zwischendecken müssen noch rein, bevor das Dach draufgesetzt wird“, berichtet Stefanie Zillmann. Hierfür wird noch einmal ein kleiner Kran benötigt. „In der zweiten Oktoberhälfte soll es soweit sein. Wenn alles dicht ist, beginnt der Innenausbau. Jetzt ist die letzte Phase, wo von außen noch Veränderungen erkennbar sind.“

Im neuen Gewerbegebiet in Geesthacht gibt es nun ein Handwerkerquartier

Mieter für insgesamt sieben Flächen haben Stefanie Zillmann und ihre Schwester Nicole Lüders bereits gefunden, drei Flächen sind noch frei. Für eine dieser Flächen gibt es einen Interessenten, „die anderen beiden sind unsere ganz großen mit 300 bis 350 Quadratmetern Fläche“, sagt Stefanie Zillmann. „Dass es so schnell geht, damit haben wir niemals gerechnet.“ Sie hat keine Zweifel, dass die verbliebenen Flächen auch vermietet werden. „Zumal man jetzt mit dem halb fertigen Bau optisch etwas zu bieten hat. Bisher konnten wir ja nichts zeigen außer einem Acker“, sagt sie.

Einziehen werden Paul Grimm, das Geesthachter Traditionsunternehmen in Sachen Bad, Heizung und Sanitär, das gleich zwei der Gebäudeeinheiten belegt, aus Schwarzenbek das Transportunternehmen Würfel, die EGR Gebäudereinigung aus Geesthacht und ein Händler von Pferdefutter. „Hier ist es ein bisschen wie ein Start-up“, meint Stefanie Zillmann. Der Einzug einer weiteren Firma ist noch nicht ganz spruchreif.

Erster Mieter im Handwerkerquartier ist Ahmad Yamak mit seiner Firma Fast Repair

Ahmad Yamak ist mit seinem Unternehmen Fast Repair der erste Mieter im Handwerkerquartier an der Leibnizstraße. Er arbeitet zurzeit mobil, will sich aber wegen der boomenden Auftragslage sesshaft machen. „Ich habe in ganz Geesthacht nichts gefunden“, berichtet er. Dann ist er auf das Projekt der Zillmann-Schwestern aufmerksam geworden. Am 1. Mai 2022 soll der Einzug sein, „vielleicht gibt es die Schlüssel schon zwei Wochen eher“, hofft er.

Ahmad Yamak ist Autolackierer. Bei ihm geht es vor allem um die Auffrischung von Leasing-Autos für den Weiterverkauf. Er holt Fahrzeuge aus den Autohäusern ab, beseitigt Lackschäden, kleine Beulen, arbeitet die Felgen auf. Auch Privatpersonen können seine Dienste in Anspruch nehmen (Kontakt unter ay.fast.repair@gmail.com). In seinem Transporter hat er ein mobiles Farbmischgerät und einen Laptop, zudem einen Koffer mit Farben. Der Farbcode, den die Hersteller über die Farbpalette führen, gibt an, wie sich die Farben zusammensetzen. Das Programm auf dem Computer zeigt dann, wie viel Gramm von welcher Farbe zusammengerührt werden muss, um den Ton zu treffen.

CBC-Fräse für Reparatur von Felgen kostet 49.000 Euro

In der neuen Halle soll dann auf 120 Quadratmetern aufgerüstet werden. Dafür will Ahmad Yamak investieren. In zwei Bühnen und eine stationäre Farben-Mischbank, sodass größere Autoflächen behandelt werden können. Außerdem liebäugelt er mit einer CBC-Fräse für die Reparatur von Felgen. Sie kostet 49.000 Euro, lohne sich aber. Nach einem Knopfdruck sei eine Felge nach sieben Minuten wie neu, sonst fielen bis zu einer halben Stunde Handarbeit an. „Ich würde gern ein ganzes Paket für Rückgabe von Leasing-Autos anbieten“, sagt Ahmad Yamak.

Als Angestellter hatte er die Erfahrung gemacht, dass die Nachfrage enorm ist. 2012 hat er sich selbstständig gemacht. „Ich habe die Kunden, ich habe die Preise. Und gesehen, dass ich eine Menge Umsatz gemacht habe“, berichtet er.

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