Bundestagswahl 2021

Stimmabgabe in Geesthacht: Bis zu eine Stunde Wartezeit

Wahlhelferin Anja Obermüller stellt sich um 18 Uhr als Letzte in die Schlange vor dem Wahllokal bei den Geesthachter Stadtwerken. Nach ihr darf sich niemand mehr zum Wählen anstellen. Um 18.20 hatte sich die Schlange aufgelöst.

Wahlhelferin Anja Obermüller stellt sich um 18 Uhr als Letzte in die Schlange vor dem Wahllokal bei den Geesthachter Stadtwerken. Nach ihr darf sich niemand mehr zum Wählen anstellen. Um 18.20 hatte sich die Schlange aufgelöst.

Foto: Dirk Palapies

Verwaltung Geesthacht hat keine Erklärung, warum es vor den Wahllokalen zu langen Warteschlangen und Verzögerungen kam.

Geesthacht. So richtig kann sich Torben Heuer von der Zentralen Verwaltung der Stadt Geesthacht, der seit 2009 jede Wahl betreut, auch einen Tag nach der Bundestagswahl nicht erklären, warum sich vor vielen der 17 örtlichen Wahllokale aber auch in anderen Orten lange Schlangen bildeten – vor allem um die Mittagstunden, vereinzelt aber auch noch bis zur Schließung der Wahllokale um 18 Uhr. Teilweise mussten die Geesthachter eine Stunde anstehen.

Der Andrang in der Kundenzen­trale der Stadtwerke war so groß, dass der letzte Bürger sein Kreuz erst um 18.20 Uhr gemacht hatte. Hintergrund: Jeder, der bis 18 Uhr erscheint, darf laut Bundeswahlordnung wählen.

Für manche in Geesthacht wurde die Bundestagswahl zur langwierigen Prozedur

An der leicht höheren Wahlbeteiligung (72,4 gegenüber 71,7 Prozent 2017) kann es nicht gelegen haben. Auch nicht an der im Vergleich niedrigen Quote von nur 22 Prozent Briefwählern. Um die Wahl unter Corona-Bedingungen durchführen zu können, waren zudem jeweils zehn anstatt acht Helfer anwesend. „Wir hatten aber Hygienevorgaben, die wir einhalten mussten“, gibt Heuer zu bedenken. Etwa einzuhaltende Abstände von 1,5 Metern.

Das führte dazu, dass im neuen Stadtwerke-Kundenzentrum, wo erstmals gewählt wurde, sich nur zwei Wähler gleichzeitig im Innenraum aufhalten durften. Vor dem Umzug in die Bergedorfer Straße hatten die Bürger im Wahlkreis 7 in der Schillerstraße 9 (heute WoGee) gewählt.

Bei der Landtagswahl 2022 sollen Probleme vermieden werden

„Wir haben Schwierigkeiten geeignete Einrichtungen zu finden und sind froh, wenn uns Räume angeboten werden“, sagt Heuer und ergänzt, dass die Erfahrungen in die Wahlnachbesprechungen einfließen werden, damit die Probleme bis zur Landtagswahl im Mai 2022 abgestellt werden können.

( dsc )

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