Stadtradeln

Geesthacht hat einen neuen "alten" Kilometerkönig

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Dirk Palapies
Bürgermeister Olaf Schulze (l.) ehrt Einzelsieger Jürgen Laack. Er war erneut der eifrigste Kilometersammler beim Stadtradeln.

Bürgermeister Olaf Schulze (l.) ehrt Einzelsieger Jürgen Laack. Er war erneut der eifrigste Kilometersammler beim Stadtradeln.

Foto: Stadt Geesthacht

Jürgen Laack hat die meisten Kilometer mit dem Fahrrad zurückgelegt - wie auch vergangenes Jahr. Weitere spannende Ergebnisse.

Geesthacht. Er legte sich am meisten ins Zeug: Jürgen Laack ist Geesthachts energischster Stadtradler – wie schon im vergangenen Jahr. Damals standen 1664 Kilometer zu Buche, diesmal waren es sogar 2750 Kilometer. Die bundesweite Aktion des Stadtradelns dauerte in Geesthacht vom 22. August bis zum 11. September. Die Stadt stellte nun die Bilanz vor, Bürgermeister Olaf Schulze gratulierte zudem im Rathaus den erfolgreichsten Teams und Einzelradlern. So legte bei den Frauen Brigitte Laack mit 1873 Kilometern die längste Distanz zurück. Sie und Jürgen Laack fuhren für das Team der Johanniter.

Auch „Promenadenmischung“ und „Kantatenradler“ gingen an den Start

Für Geesthacht traten insgesamt 697 Personen in 38 Teams in die Pedale. Damit fielen sowohl bei der Gesamtanzahl als auch bei der Teamanzahl Rekorde. Denn 2020 hatten 695 Menschen in 37 Teams am Stadtradeln teilgenommen.

In diesem Jahr gingen neben den „Speedrunnern“ und der „Promenadenmischung“ auch die „Kantatenradler“ an den Start. Ob sie beim Radeln die ganze Zeit sangen, ist nicht überliefert. Teams stellten auch die Stadtverwaltung, die Feuerwehr, das Familienzentrum und der Nabu.

Grundschule in der Oberstadt erstmals beim Stadtradeln mit dabei

Mit dabei waren zudem vier Schulen und drei Kitas: Das Otto-Hahn-Gymnasium beteiligte sich mit 109 aktiven Radlern und stellte damit das mitgliederstärkste Geesthachter Team. Die Alfred-Nobel-Schule war mit 26 Aktiven am Start, die Bertha-von-Suttner-Schule stellte mit 86 die zweitgrößtes Radlergruppe in Geesthacht.

Die Grundschule in der Oberstadt ging erstmals an den Start und war mit 16 Aktiven dabei, die Kita-flitzer vom Marksweg beteiligten sich mit 25, das Familienzentrum Regenbogen mit 50 und die St. Petri-Radler (Kita St. Petri) mit 16 Radbegeisterten.

Rekord aus dem vergangenen Jahr konnte nicht geknackt werden

Auch die Politik trat in die Pedale: Acht Mitglieder der Ratsversammlung haben mitgemacht, Geesthachts Bürgermeister Olaf Schulze und Landrat Dr. Christoph Mager fuhren ebenfalls mit. Auch am Start: Das Tandem der Metropolregion Hamburg, das während des Stadtradelns wie ein Staffelstab von einer Kommune der Metropolregion zur anderen übergeben wurde. Die Stadt Geesthacht hatte es aus Lauenburg übernommen, über die Landesgrenze zum Curslacker Heerweg gefahren und dann an die Gemeinde Jork weitergegeben.

Insgesamt kam Geesthacht auf 122.721 Kilometer. Der Rekord von 135.336 Kilometern vom vergangenen Jahr konnte somit nicht geknackt werden. Die Elbestadt steht mit dieser Leistung im Städtevergleich gut da. Aktuell landet Geesthacht innerhalb von Schleswig-Holstein in der Kategorie „Gesamtkilometer“ auf Platz 16 von 92 teilnehmenden Kommunen, im Bundesvergleich auf Rang 383 (von 2172). Das Endergebnis steht erst im Oktober fest, wenn alle Kommunen ihre Aktion abgeschlossen haben.

Geesthacht liegt in Schleswig-Holstein auf Platz 30

Umgerechnet auf die meisten Kilometer pro Einwohner liegt Geesthacht momentan in Schleswig-Holstein auf Platz 30, im Deutschlandvergleich auf Rang 649. Herausgekommen ist über den Aktionszeitraum eine CO2-Vermeidung von 18 Tonnen. Bei dieser Kennzahl wird ins Verhältnis gesetzt, wie viel CO2 angefallen wäre, wenn die 122.721 geradelten Kilometer per Auto zurückgelegt worden wären.

„Alle waren sich einig, dass das Stadtradeln eine tolle und auch wichtige Aktion sei, die die Menschen auch tatsächlich zum Fahrradfahren bringen würde und dass es wichtig sei, diese Aktion weiter zu betreiben. Als neues Ziel wurden die 150.000 Kilometer für Geesthacht von den Teilnehmenden der Veranstaltung ausgerufen“, berichtet Anette Platz vom Fachdienst Umwelt im Geesthachter Rathaus. Sie hatte Aktion für die Stadt koordiniert und die ehrgeizigen Töne auf der Abschlussveranstaltung vernommen.

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