Cleanup-Day

Viel weniger Müll gefunden als vor einem Jahr

Für den gefundenen Feuerlöscher gab es den ersten Preis.

Für den gefundenen Feuerlöscher gab es den ersten Preis.

Foto: Schwabe

Giftige Zigarettenkippen, die in großer Zahl in der Natur entsorgt werden, sind allerdings noch immer ein großes Ärgernis.

Geesthacht. Ein illegal entsorgter Feuerlöscher sorgte für den ersten Preis beim Cleanup-Day in Geesthacht. Er war beim Elbuferpark angespült worden. Den zweiten Platz brachte ein dicker Schiffstampen mit Kunststofffäden, der wohl gekappt worden war, den dritten Platz ein derber Männerstiefel und den vierten Platz ein großer Spielzeugbus aus Plastik. Zudem wurde ein Sack mit Altkleidern entdeckt. Als Preise gab es Gutscheine fürs Kino, Eisessen und für den Erdmannshof, ein Buch zur Vogelbestimmung und Nabu-Tassen.

Cleanup-Day: Es wird ein verändertes Müllverhalten gefordert

Insgesamt zog Heike Kramer vom Nabu ein positives Fazit. „Es wurde mit etwa 100 Kilo nicht halb so viel Müll gefunden wie im vergangenen Jahr.“ Da waren es 240 Kilo gewesen. Über die Gründe konnte sie nur spekulieren. Die Angler hatten auch schon gesammelt sowie die Jugend im Rahmen des Ferienpasses. Ein großes Ärgernis blieb: Auf Platz eins der Müllliste stehen nach wie vor Zigarettenkippen vor Plastik und Verpackungen. „Es wäre schön, wenn die Gesellschaft zu einem veränderten Müllverhalten käme“, wünscht sich Heike Kramer. Dem Aufruf zum Müllsammeln mit Nabu, SPD, Grünen sowie einer Gemeinschaftsgruppe von Intermed, LADR und Rotary folgten etwa 60 Menschen, zehn mehr als 2020.

Auch in Kröppelshagen wurde aufgeräumt. Hier machten 60 Menschen mit, darunter die Feuerwehr und viele Kinder. Gefunden im Wald wurden ein Kühlschrank, Reifen und „ein halber BMW“, berichtet Renate Nietzschmann von Dorfleben.

( pal )

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