Vfl Geesthacht

Sportverein baut neue Halle samt Kita und Schwimmbecken

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Dirk Schulz
Erste Planungsskizze der Erweiterungsbaus des VfL Geesthacht an Mercatorstraße.

Erste Planungsskizze der Erweiterungsbaus des VfL Geesthacht an Mercatorstraße.

Foto: Stadt Geesthacht / BGDZ

Das bestehende Gebäude soll um eine Halle erweitert werden. Die Politik schafft nun die Voraussetzungen für das Millionenprojekt.

Geesthacht. Der VfL Geesthacht hat grünes Licht für seine ehrgeizigen Zukunftspläne erhalten. Der Stadtplanungsausschuss stimmte der Umwidmung des Bebauungs- und Flächennutzungsplan des Vereinsgeländes an der Mercatorstraße zu. Während bislang eine Nutzung nur für Tennis erlaubt war, ist jetzt die allgemein gefasstere Zweckbestimmung „Sport und Gesundheit“ festgesetzt. Dahinter verbirgt sich, dass der VfL Geesthacht sein Bestandsgebäude (in der unten stehenden Grafik weiß und gelb) um eine Sporthalle mit 1100 Quadratmetern Grundfläche (blau) erweitern will.

Vfl Geesthacht: Neue Sporthalle mit 1100 Quadratmetern Grundfläche

Darin integriert plant der mit 1800 Mitgliedern viertgrößte Verein des Kreis Herzogtum Lauenburg eine Bewegungs-Kita und ein Lehrschwimmbecken. Geschätztes Investitionsvolumen: zwischen vier und fünf Millionen Euro.

„Klar ist, dass wir die Finanzierung nicht ohne Zuschüsse stemmen können. Aber jetzt können wir so richtig durchstarten“, sagt Jörg Kunert, der seit vergangenem November amtierende 1. Vorsitzende. Erstmals hatte der VfL Geesthacht die Idee für das Vorhaben vor vier Jahren vorgestellt.

Vereinschef hat einen Finanzierungsplan bereits in der Tasche

„Man soll jetzt nicht denken, dass die Halle nächstes Jahr steht. Da müssen wir noch dicke Bretter bohren“, sagt Kunert, der für die FDP in der Geesthachter Ratsversammlung sitzt. Einen Finanzierungsplan, ausgearbeitet mit der Kreissparkasse, hat der Vereinschef aber bereits in der Tasche. „Unser Verein ist liegenschafts- und schuldenfrei“, sagt Kunert.

Allerdings muss jede zusätzliche Kindertagesstätte nach dem neuen Kita-Gesetz zunächst in die Bedarfsplanung des Kreises aufgenommen werden. Das ist ein komplizierter bürokratischer Akt. Und ein Lehrschwimmbecken, das mindestens 12,5 Meter lang sein muss, damit Kinder dort erste Schwimmabzeichen absolvieren können, ist besonders kostenintensiv. „Wenn wir eine Kita und ein Bewegungsbad hätten, könnten wir garantieren, dass jedes Kind schwimmen kann, wenn es in die Schule kommt“, gab Kunert auf Anfrage zu Bedenken.

Geesthacht bekommt eventuell eine erste Sport-Kita

Immerhin signalisierte die Lokalpolitik nicht nur mit der einstimmigen Umwidmung der Flächennutzung ihre Unterstützung. Auch wandte die SPD-Fraktionsvorsitzende Petra Burmeister in der Ausschusssitzung ein, dass aktuell Gelder vom Kreis für einen Schwimmbad-Bau in Schwarzenbek „geparkt“ würden, Burmeister aber wegen der dortigen Haushaltslage die Umsetzung des Baus in weiter Ferne sehe.

Ebenso begrüßten viele Ausschussmitglieder die Schaffung einer weiteren Kita, was ob der vielen fehlenden Plätze in der Stadt keine Überraschung darstellt. Es wäre die erste Sport-Kita in Geesthacht und ein weiterer Aspekt, den sich der VfL bei seiner anvisierten Wandlung in eine erfolgreiche Zukunft beim großen Nachbarn TSG Bergedorf abgeguckt hat. Etwas tun muss der VfL: Zu seinen Hoch-Zeiten vor rund 15 Jahren hatte der Verein nicht 1800, sondern 3000 Mitglieder.

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