Mangelverwaltung

Absage an Betriebskita für Neubaugebiet in Geesthacht

Kindergartenplätze sind ein rares Gut in Geesthacht. Politiker müssen entscheiden, wer eine Chance hat und wer nicht. (Symbolfoto)

Kindergartenplätze sind ein rares Gut in Geesthacht. Politiker müssen entscheiden, wer eine Chance hat und wer nicht. (Symbolfoto)

Foto: Sebastian Kahnert / dpa

500 Kindergartenplätze fehlen in Geesthacht. Den Mangel müssen die Politiker mit unpopulären Entscheidungen verwalten.

Geesthacht. Der gemeinsame Antrag des Wirtschafts- und des Frauenbeirats in der Sitzung des Geesthachter Sozialausschusses, die Kita im Neubaugebiet Finkenweg Nord für die an der Mercatorstraße angesiedelten Betriebe zu öffnen, standen die Fraktionen skeptisch gegenüber. Sie seien einer Betriebskita generell zwar nicht abgeneigt, so der Tenor der Lokalpolitiker, aber nicht im Finkenweg Nord. „Wir würden Bewohnern Plätze wegnehmen“, betonte der Ausschussvorsitzende Michael Fiebig (SPD).

Der Antrag wurde an die Beiräte zurückverwiesen mit dem Auftrag, zunächst bei den Firmen den Bedarf und die Bereitschaft, sich an Kosten eines etwaigen Neubaus zu beteiligen, abzufragen. „Eine reine Betriebskita, wie Fette sie hat, ist kostenintensiv“, weiß Fiebig als Kita-Regionalleiter im Kirchenkreis Hamburg-Ost.

Mangelverwaltung heißt, keinen Platz für Betriebsangehörige von der Mercatorstraße

Bei der Lösung des Problems der 500 fehlenden Kita-Plätze wollte zudem die Awo helfen und ihre zwei Gruppen im Oberstadttreff mit einer Container-Lösung um eine Gruppe erweitern. Inwieweit das kompatibel mit dem neuen Kita-Gesetz und den Förderrichtlinien des Mehrfamilienhauses am Dialogweg ist, muss die Verwaltung klären.

( dsc )

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Geesthacht