Feuerwehr Geesthacht

Geesthachts Retter sind künftig schneller am Einsatzort

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Dirk Schulz
Die Außenarbeiten an der zweiten Geesthachter Feuerwache stehen noch aus.

Die Außenarbeiten an der zweiten Geesthachter Feuerwache stehen noch aus.

Foto: Dirk Schulz

An der Mercatorstraße in Geesthacht entsteht die neue, zweite Feuerwache. Zwei Fahrzeuge werden dort stationiert.

Geesthacht. Rund 295.000 Euro teurer als die geplanten 1,5 Millionen Euro wird sie und etwa auch ein Vierteljahr später fertig als ursprünglich anvisiert. Und dennoch: Bis die Freiwillige Feuerwehr Geesthacht erstmals von der neuen Wache an der Mercatorstraße ausrückt, dauert es nicht mehr lange. Ende Oktober, Anfang November soll es soweit sein. Ins Feuerwehrverwaltungsprogramm „Vox 112“, mit dem die Rettungsleitstelle Bad Oldesloe die Einsätze koordiniert, ist die zweite Geesthachter Wache bereits integriert.

Feuerwehr Geesthacht hat eine neue, zweite Wache

Der Bereich, für den die Kameraden im Alarmierungsfall ausrücken, ist genau definiert. Er erstreckt sich über das angrenzende Gewerbegebiet über die HEW-Siedlung samt den Häusern im Gebiet Finkenweg Ost bis hin zum Dialogweg mit der Hachede-Schule. Weiterhin werden von Besenhorst bis zur Esso-Tankstelle alle Häuser nördlich der Bahntrasse angefahren. Die Grenze ist die Straße Langer Kamp. Dabei beschränken sich die Einsätze, für die ausschließlich die neue Wache zuständig ist, auf sogenannte Kleinalarme zwischen 18 und 6 Uhr. Bei allen anderen Einsätzen werden stets beide Wachen alarmiert.

Kleinalarme sind Pkw- und Containerbrände, Türöffnungen, Tierrettungen oder Tragehilfen für Rettungsdienste – also Einsätze, für die die Besatzung eines Löschfahrzeugs ausreicht. Zunächst nutzt die Feuerwehr an der Mercatorstraße auch nur die beiden rechten Einsatztore. Dort werden ein HLF (Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug) und ein Einsatzleitwagen stationiert.

Außenanlage an der neuen Feuerwache ist noch nicht fertig

„Die anderen Tore bezieht der Katastrophenschutz“, sagt Wehrführer Sascha Tönnies. Der Bau ist aber so ausgelegt, dass er für die Feuerwehr erweitert werden könnte. Dafür müsste nur eine Trennwand durchbrochen werden.

Geesthacht baut die zweite Feuerwache, um die Einhaltung der vorgeschriebenen Hilfsfrist zu gewährleisten. Es gilt: Zehn Minuten nach Absetzen des Notrufs muss der erste Helfer am Einsatzort eingetroffen sein. Im Wohngebiet Finkenweg Ost, das nur über den Kreisel bei Norma angefahren werden kann, war dies nicht immer der Fall.

Die Arbeiten am Gebäude der neuen Wache sind praktisch abgeschlossen, was noch fehlt, sind die Außenanlagen.

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