Radfreundliche Stadt

Fahrradboxen mit Stromanschluss im Erdgeschoss

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Die Stadt Geesthacht hat neue Fahrradboxen aufgestellt.

Die Stadt Geesthacht hat neue Fahrradboxen aufgestellt.

Foto: Stadt Geesthacht

Geesthacht möchte fahrradfreundlicher werden und hat jetzt zwölf Boxen aufgestellt, in denen Fahrräder sicher abgestellt werden können.

Geesthacht. Am Geesthachter ZOB stehen nun zwölf kobaltblaue Boxen für Fahrräder zur Verfügung. Sie sind abschließbar und lassen sich mieten – tageweise, pro Woche, pro Monat oder sogar für ein ganzes Jahr. Wer ein Rad mit Elektroantrieb fährt, dürfte eine der sechs Boxen zu ebener Erde bevorzugen. Sie sind mit einer Lademöglichkeit für Pedelecs ausgestattet. In den sechs Boxen darüber kann man ebenfalls Fahrräder unterstellen, allerdings gibt es bei ihnen keine Lademöglichkeit. Über eine Schiene (siehe Foto) kann das Fahrrad nach oben geschoben werden.

„Beide Boxenarten verfügen zudem über Stauraum für etwas Gepäck, einen Haken für Helm und Jacke und Licht“, erklärt Anette Platz vom Fachdienst Umwelt des Geesthachter Rathauses. „Pendelnde, die den Weg von ihrem Wohnort bis zum ZOB mit dem Fahrrad zurücklegen und am ZOB in einen Bus umsteigen, Geesthachterinnen und Geesthachter, die mit dem Fahrrad zum Einkaufen in die Geesthachter City kommen oder Fahrradtouristen, die sich Geesthacht ansehen oder durch die Fußgängerzone bummeln möchten – sie alle können die Boxen nutzen.“

Anreiz, Kurzstrecken mit dem Fahrrad zu fahren

Die Stadt Geesthacht möchte mit diesen Boxen auf dem Weg zur fahrradfreundlichen Stadt voranschreiten und Menschen unterstützen und anregen, Kurzstrecken mit dem Fahrrad zu fahren. Im Klimaschutzkonzept der Stadt Geesthacht ist das Ziel festgeschrieben, die CO-Emissionen der Stadt Geesthacht bis 2050 um 80 Prozent im Vergleich zum Jahr 2012 zu senken. Der verstärkte Umstieg vom Auto auf das Fahrrad ist ein Baustein auf dem Weg zum Erreichen dieses Ziels. Nach Berechnungen des Umweltbundesamtes (UBA) ließen sich etwa 7,5 Millionen Tonnen CO vermeiden, wenn etwa 30 Prozent der Kurzstrecken bis sechs Kilometer in den Innenstädten mit dem Fahrrad statt mit dem Auto gefahren werden, teilt die Stadt mit.

Die Fahrradboxen wurden von der Aktiv-Region Sachsenwald-Elbe mit gut 14.000 Euro gefördert. Die Buchung läuft über ein Internetportal, dort registrieren sich Nutzer unter www.bikeparkbox.de. Nach dem Login kann jede freie Box im Web oder per zugehöriger App gemietet werden. Das System zeigt verfügbare Boxen in den gewählten Standorten an, den Mietpreis sowie relevante technische Details. Gezahlt werden kann per PayPal, per Einzugsverfahren oder mit Kreditkarte. Nach erfolgter Zahlung gibt es eine Buchungsbestätigung sowohl in der App als auch per E-Mail.

Mieten per App oder direkt bei der Touristinfo

Abschließend kann durch Aktivierung des Buttons in der App oder mit Hilfe der zur Buchung generierten sechsstelligen Notfall-PIN am Terminal neben den Boxen die Tür geöffnet werden. Bei Störung der Online-Verbindung kann die Tür in jedem Fall mit der Notfall-PIN geöffnet werden. Wer nicht über ein Smartphone oder Internetzugang verfügt, meldet sich in der Touristinfo (Bergedorfer Straße 28). Dort können die Boxen direkt gemietet und bezahlt werden.

( pal )

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