Lockdown-Regelung

Geesthachter Elternkritik an Kita-Gebühren erreicht Landtag

Für Kinder, die im „eingeschränkten Regelbetrieb“ nur vereinzelt ihre Kita besuchten, werden dennoch volle Wochengebühren fällig.

Für Kinder, die im „eingeschränkten Regelbetrieb“ nur vereinzelt ihre Kita besuchten, werden dennoch volle Wochengebühren fällig.

Foto: Monika Skolimowska / dpa

SPD stellt Antrag, Beiträge in der Corona-Krise pauschal zu reduzieren. Wer sein Kind zu Hause betreut, sollte nicht bestraft werden.

Geesthacht/Wentorf. Gegen die Abrechnung der Kita-Gebühren im „eingeschränkten Regelbetrieb“ halten die Klagen vieler Eltern in Schleswig-Holstein an. Dabei werden die Kosten in der Corona-Krise anstatt monatlich wochenweise berechnet. Stein des Anstoßes ist, dass der volle Wochentarif fällig wird, selbst wenn das Kind nur einen Tag anwesend war.

Wohlgemerkt: An die Eltern war im Lockdown appelliert worden, ihre Kleinen möglichst zu Hause zu lassen. Begründet wird das Modell, die vollen Sätze zu erheben, mit der komplizierten Abrechnung. Die Kritiker halten dagegen, dass bei Verpflegungskosten eine tageweise Berechnung möglich ist.

Eltern kritisieren volles Abrechnungsmodell der Kita-Gebühren im Lockdown

Eltern, Träger von Kindertagesstätten und die Gemeinde Wentorf waren sogar beim Land Schleswig-Holstein vorstellig geworden, um eine Änderung der Praxis zu erwirken. Das wurde abgelehnt.

Das Thema ist jetzt im Landtag angekommen. Die SPD-Fraktion hat den Antrag gestellt, dass im „eingeschränkten Regelbetrieb“ die Kita-Beiträge in einer pauschalen Regelung zu reduzieren und zu übernehmen sind. „Viele Eltern sind den Aufrufen gefolgt und haben sich vorbildlich in der Pandemie verhalten. Das sollte nicht betraft werden“, sagt die Landesvorsitzende Serpil Midyatli.

Geesthachter SPD nutzt prominenten Besuch für eindringlichen Appell

Die stellvertretende SPD-Bundesvorsitzende war Gast eines digitalen Diskussionsabends der Geesthachter Sozialdemokraten. Katrin Fischer, für die SPD im Geesthachter Sozialausschuss und Kita-Elternvertreterin, nutzte den prominenten Besuch, um noch einmal auf das Gebühren-Thema hinzuweisen.

( dsc )

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