Corona

Luca-App: Kaum noch Schlüsselanhänger im Herzogtum

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So sehen die Luca-Schlüsselanhänger aus.

So sehen die Luca-Schlüsselanhänger aus.

Foto: HMLS

Das Team der Geesthachter Tourist-Information hat bereits neue Anhänger angefordert. Auch in Lauenburg ist die Nachfrage groß.

Geesthacht. Diese Nachfrage hat alle Beteiligten überrascht: Die Schlüsselanhänger für die Registrierung über die Luca-Corona-App ohne eigenes Smartphone sind bereits vergriffen. Fast 3000 Stück haben binnen weniger Tage Abnehmer im Herzogtum Lauenburg gefunden. „Es sind neue bestellt, soviel wissen wir, aber nicht wann die kommen sollen“, berichtet eine Mitarbeiterin der Tourist-Information in Lauenburg.

Luca-Schlüsselanhänger in mehreren Städten vergriffen

Einen Ansturm auf die Anhänger mit dem individuellen QR-Code bestätigt auch Geesthacht. „Der Anhänger scheint besonders für Senioren interessant wie auch für kleinere Kinder, die selbst über kein Smartphone verfügen“, sagt Stadtsprecherin Wiebke Jürgensen. Sobald die neuen Anhänger eintreffen, sollen sie wieder im Krügerschen Haus in der Tourist-Info erhältlich sein, „dann zum Selbstkostenpreis von 30 Cent je Stück“.

Zunächst waren die Schlüsselanhänger nur über vier Touristen-Informationen abgegeben worden, außer in Geesthacht und Lauenburg auch in Mölln und Ratzeburg, inzwischen auch im Büchener Rathaus. Wer in der Kreisstadt telefonisch nachfragte, erhielt schon vor einigen Tagen die Auskunft, man solle sich besser beeilen, die letzten Anhänger würden vergeben. „Bei uns haben sich auch Besucher aus Niedersachsen eingedeckt, wohl um in Lauenburg einkaufen zu gehen“, heißt es aus der Schifferstadt.

„Diese Anhänger funktionieren nur, wenn in Geschäften ein Scanner dafür oder ein Smartphone vorhanden ist, um den Code zu scannen“, wundert sich Kreissprecher Tobias Frohnert. Würden von den Geschäften nur die eigenen QR-Codes ausgedruckt und aufgehängt, wie vielerorts üblich, helfe der Luca-Anhänger nicht weiter.

Sportvereine nutzen den Anhänger, ersparen sich so Teilnehmerlisten

Die große Mehrzahl der Menschen verfüge doch über ein eigenes Smartphone, wundert sich auch Jürgen Wirobski, Vorsitzender des Geesthachter Wirtschaftsverbandes WVG. Nicht auszuschließen, dass der Ansturm einen anderen Grund habe, vermutet er: „Da gibt es etwas umsonst, also hole ich mir das doch.“ Günter Schmidt, Geschäftsführer der Herzogtum Lauenburg Marketing & Service GmbH (HLMS), freut sich über den großen Zuspruch. Und setzt darauf, dass viele die Vorteile nutzen. „Ein Scanner für QR-Codes ist schon für etwa 30 Euro zu haben, die Kombination vermeidet, selbst Listen führen zu müssen.“

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Tatsächlich hätten dies neben Gewerbetreibenden auch Sportvereine erkannt, die Anhänger besonders für jüngere Sportler gleich in größerer Zahl abnahmen. Die Teilnahme als Modellregion zeige Wirkung im Kreis Herzogtum Lauenburg, „wir haben im Kreisgebiet geschätzt schon fast 400 Akzeptanzstellen“, sagt Schmidt. 10.000 neue Anhänger seien bestellt: „Die geben wir zum Selbstkostenpreis von 30 Cent weiter – wir wollen daran ja nichts verdienen.“

Luca-Schlüsselanhänger ab Ende April auch online bestellbar

Und wie funktionieren solche Luca-Schlüsselanhänger? Die Anhänger haben eine Seriennummer, die zunächst unter app.luca-app.de/registerBadge registriert werden muss. Eine Telefonnummer für die Kontaktaufnahme wird im Falle eines Infektionsgeschehens hinterlegt. Eine sofort an diese Telefonnummer gesendete TAN wird benötigt, um die Registrierung abzuschließen. Mit dem auf dem Schlüsselanhänger aufgedruckten QR-Code lässt es sich im Anschluss in allen Betrieben, die „Luca“ nutzen, ganz leicht ein- und auschecken.

Nach Angaben der Luca-Betreiber können die Schlüsselanhänger ab Ende April auch über den Webshop von Luca bestellt werden.

( isa/he )

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