Knöllchen drohen

Geesthacht will verstärkt gegen Linksparker vorgehen

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Ein VW-Fahrer hat sein Auto entgegen der Fahrtrichtung abgestellt. Geesthacht will gegen Linksparker verstärkt vorgehen.

Ein VW-Fahrer hat sein Auto entgegen der Fahrtrichtung abgestellt. Geesthacht will gegen Linksparker verstärkt vorgehen.

Foto: Dirk Palapies

Schnell entgegen der Fahrtrichtung in die Parklücke… Das kann noch sehr viel mehr kosten als „nur“ das Verwarngeld.

Geesthacht. Entgegen der Fahrtrichtung zu parken, gilt bei vielen Autofahrern offenbar als Kavaliersdelikt. Wer nicht wenden mag, weil auf seiner Seite Parkverbot herrscht oder sich drüben gerade eine Lücke ergibt, fährt zum Abstellen seines Autos auch gern mal als „Geisterfahrer“ an den Fahrbahnrand der anderen Seite.

Dieses Verhalten hat die Geesthachter Stadtverwaltung nun verstärkt auf dem Kieker. „Aufgrund eines neuen Konzeptes für die Überwachung des ruhenden Verkehrs ab 2021 steht unter anderem das verbotswidrige Linksparken im Fokus des Fachdienstes“, teilt die Stadt mit.

Verwarngeld zwischen 10 und 35 Euro möglich

Dass dieses Delikt gerade besonders häufig in Geesthacht praktiziert werde, hätten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Fachdienstes Öffentliche Sicherheit der Geesthachter Stadtverwaltung auf ihren Rundgängen festgestellt – und entsprechend mit „Knöllchen“ geahndet. Die Höhe des Verwarngelds beläuft sich auf 10 bis 35 Euro.

„Die Vorschrift ist ebenso klar wie die Rechts-vor-links-Regel an Einmündungen und Kreuzungen: Geparkt wird immer am rechten Fahrbahnrand, also in Fahrtrichtung“, erläutert die Verwaltung. Das gelte in der Regel auch dann, wenn der Fahrer nur halten wolle.

Es gehe nicht darum, Autofahrer zu piesacken: „Wenn entgegen der Fahrtrichtung geparkt und gehalten wird, bedeutet dies ein erhöhtes Unfallrisiko beim Ausparken bzw. Wiedereinordnen in den fließenden Verkehr“, heißt es aus dem zuständigen Fachdienst.

Bei Unfällen zahlen viele Versicherungen nicht

Zudem können für den Autofahrer weitere Kosten entstehen, die weit über das Verwarngeld hinausgehen. „Bei einem Unfall zahlen viele Versicherungen nicht, wenn der Fahrer sich widerrechtlich von der linken Fahrbahn eingeordnet hat und es zu einem Unfall gekommen ist“, weiß die Stadt.

Ausnahmen gibt es aber auch: „Soweit auf der rechten Seite Schienen liegen sowie in Einbahnstraßen (Zeichen 220) darf links gehalten und geparkt werden“, führt die Stadt aus.

( pal )

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