50 Jahre Mitgliedschaft

Nach Flutkatastrophe folgte Eintritt in den Samariter-Bund

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Peter Diekmann (l.) ist seit 50 Jahren Mitglied beim Arbeiter-Samariter-Bund (ASB). ASB-Geschäftsführer Mario Leuner überreicht einen Präsentkorb und eine Ehrenurkunde.

Peter Diekmann (l.) ist seit 50 Jahren Mitglied beim Arbeiter-Samariter-Bund (ASB). ASB-Geschäftsführer Mario Leuner überreicht einen Präsentkorb und eine Ehrenurkunde.

Foto: Oliver Renter / OLIVER RENTER

Ehrenurkunde für Peter Diekmann aus Geesthacht. Der nahm sich einst den eigenen Vater zum Vorbild. Hafenrundfahrt mit Kanzler Schmidt.

Geesthacht. „Anderen zu helfen liegt bei uns in der Familie. Mein Vater war Polizist, und mein Bruder war ebenfalls beim ASB“, sagt Peter Diekmann und blättert durch ein Fotoalbum mit Erinnerungen aus seiner Einsatzzeit.

Da hat sich einiges angesammelt. Der Rentner aus Geesthacht wurde jetzt für seine 50-jährige Mitgliedschaft beim Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) geehrt. Der 66-Jährige hat seit den frühen 1970er-Jahren im Katastrophenschutz in Hamburg und Schleswig-Holstein mitgewirkt und den ASB über Jahrzehnte aktiv unterstützt.

Geesthachter für 50-jährige Mitgliedschaft im ASB geehrt

Für sein langjähriges Mitwirken bedankte sich Regionalgeschäftsführer Mario Leuner. „Eine so lange Zugehörigkeit ist selten und absolut ehrenwert!“, sagt Leuner und überreichte einen Präsentkorb. Zudem gab es eine Ehrenurkunde.

Letztendlich war die Hamburger Sturmflut von 1962 Auslöser dafür, dass sich Peter Diekmann beim ASB engagierte. Genauer: die Naturkatastrophe und das Vorbild seines Vaters.

Als Rettungssanitäter auf Hafenrundfahrt mit Helmut Schmidt

Als sich Peter Diekmann im Februar 1971 als freiwilliger Helfer beim ASB meldete, war der damals 16-Jährige tief vom Tun seines Vaters geprägt worden, der als Hamburger Polizist bei der Sturmflut unermüdlich und tagelang im Dauereinsatz war, um gegen die Wassermassen zu kämpfen.

Als Rettungssanitäter begleiteten Peter Diekmann und seine Kameraden auch zahlreiche Veranstaltungen. So ging es zum Beispiel mit Altkanzler Helmut Schmidt zur Hafenrundfahrt, bei der Senioren aus dem Wahlkreis zum Klönschnack eingeladen wurden.

Geesthachter pfiffig bei Katastrophenschutzübung in Hamburg

„Das war schon aufregend, mit dem Kanzler auf einem Schiff zu sein, auch wenn es medizinisch betrachtet wenig zu tun gab“, erinnert sich Diekmann.

Turbulenter ging es mal auf einer großangelegten Katastrophenschutzübung in Hamburg zu. Eigentlich sollten vorher keine Informationen durchsickern, aber im Führungsstab gab es eine undichte Stelle. So waren den Geesthachter Helfern Termin und Einsatzlage vorher bekannt. In der Nacht vor dem Alarm schlugen über 20 Sanitäter im Wohnzimmer einer Altonaer Wohnung ihr Lager auf und warteten auf den Einsatzbefehl. Diekmann lachend: „Wir waren am weitesten weg und als erste Einheit bereit.“

( pal )

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