Geesthachter Hafencity

Elbterrassen III: So sieht der zukünftige Bauplan aus

| Lesedauer: 3 Minuten
Dirk Palapies
Arbeiter gießen am Donnerstag Beton für den Boden der Tiefgarage. Ein Arbeiter glättet die Fläche

Arbeiter gießen am Donnerstag Beton für den Boden der Tiefgarage. Ein Arbeiter glättet die Fläche

Foto: Dirk Palapies

Es geht voran im Neubaugebiet in der Geesthachter Hafencity. Ein 34 Meter hoher Kran wurde aufgestellt. 136 Wohnungen entstehen.

Geesthacht. Es geht voran im Neubaugebiet an den Elbterrassen III. Sichtbarster Beweis des Fortschritts, den das Projekt des Bauunternehmens Ed. Züblin nimmt, sind nunmehr zwei Kräne. Der erste steht seit Mitte Januar in der Nähe der Steinstraße, der zweite wurde am Donnerstag am anderen Ende des Grundstücks nahe der Elbe montiert.

Der Kranaufbau begann gegen 6.30 Uhr. Das Fundament aus Beton wurde bereits im Januar gegossen, eingelassen sind miteinander verschweißte U-Träger, die wie ein Korsett den nötigen Seitenhalt geben. Wenn der Kran Ende des Jahres wieder abmontiert wird, verbleibt das Betonbett im Boden.

Elbterrassen III: Zwei Kräne sind gemietet

Grundlage der Standfestigkeit des 34 Meter hohen Riesen sind neben dem Betonsockel vier Pfähle, die sich als Kranfuß 14 Meter tief ins Erdreich hineinkrallen. Oben schauen Bolzen heraus, dort ist das erste Bauteil für den Turm vormontiert angeliefert worden. Denn der Kran wurde in Einzelteilen angefahren. Für den Turm werden fünf benötigt, für den Ausleger zehn.

Der Ausleger misst 65 Meter, er wird an diesem Freitag mit dem Autokran empor zur Kranspitze gehievt. Somit werden Funktionsfähigkeit und auch die Beleuchtung erst im Verlaufe des Tages gegeben sein. Am Donnerstag verlegten zwei Arbeiter in schwindelnder Höhe noch die Kabel. Bleibt die Vermessung, ob alles gerade steht. Eine Abweichung von bis zu zwei Grad liegt im Bereich der Toleranzgrenze.

Nahe der Straße stehen erste Arbeiten vor dem Abschluss

Wenn alles fertig ist, wird die Tragkraft am Ende des Auslegers etwa 3,5 Tonnen betragen. Der Kran bedient den südlichen Teil der Baustelle, darunter die beiden Häuser mit den Eigentumswohnungen sowie das Haus der Bergedorf-Bille. Die Kräne sind angemietet. Kosten: 8000 Euro im Monat.

Während im hinteren Teil des Areals mit dem Kran in die Höhe gebaut wird, stehen nahe der Straße erste Arbeiten vor dem Abschluss, bei denen es um die Tiefe geht. Gerade sind Arbeiter dabei, den Fußboden für die durchgehende Tiefgarage zu gießen und zu glätten. „Zurzeit arbeiten um die 70 Leute auf der Baustelle“, erklärt Projektkaufmann Pascal von der Heyde. Die Arbeiten sollten jetzt abgeschlossen werden, eine Spezialmaschine zum Ebnen des Bodens sorgt für das Finale.

Abschluss des neuen Baugebiets ist für 2023 geplant

Es entstehen 123 Tiefgaragenplätze. Noch sechs weitere Flächen zum Betonieren sind geplant. Nach dem Zeitplan soll diese Phase im April abgeschlossen sein, dann beginnt bereits der Hochbau. Der Abschluss des Projektes ist 2023 geplant. Dann sollen auf dem Züblin-Areal sechs Gebäude mit zusammen 136 Wohnungen entstanden sein.

Derweil sind die Mieter in den benachbarten Elbterrassen II eingezogen. Die Bewohner der östlichen Häuser der Bergedorf-Bille schauen direkt auf die Baustelle. „Beschwerden wegen Lärm gab es nicht“, sagt Pascal von der Heyde. „Im Großen und Ganzen wird es auch nicht mehr laut.“ Anfang des Jahres wurde mit dem Bohrpfahlgerät gearbeitet, diese Maschine hat die Baustelle wieder verlassen. Der Einsatz weiterer Maschinen dieser Art ist nicht mehr vorgesehen.

Die „Waterkant“-Eigentumswohnungen an den Elbterrassen II sind noch nicht bezogen. Die letzten der 67 Wohneinheiten sind vor Kurzem verkauft worden. Abschließende Arbeiten im Innenbereich stehen noch aus. Ihre Übergabe soll im
Juni sein.

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