Gefährliche Kreuzung

ADFC fordert nach Fahrradunfall Entschärfung beim Keil

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Dirk Palapies
Ekkehard Gertig vom ADFC steht an der Bushaltestelle vor der Einmündung zum Keil. Einfahrende Busse nehmen Autofahrern hier die Sicht auf Radfahrer, die den Richtweg schnell herunterfahren.

Ekkehard Gertig vom ADFC steht an der Bushaltestelle vor der Einmündung zum Keil. Einfahrende Busse nehmen Autofahrern hier die Sicht auf Radfahrer, die den Richtweg schnell herunterfahren.

Runder Tisch soll über Maßnahmen an der Kreuzung nachdenken. Eine Patentlösung hat auch der ADFC nicht - es gibt aber ein paar Ideen.

Geesthacht. Ein Fahrradunfall von Ende November an der Kreuzung Richtweg Einmündung Keil lässt der ADFC-Ortgruppe Geesthacht keine Ruhe. "Dieser Unfallort ist seit Jahren stadtbekannt", meint Ekkehard Gertig. "Er war Thema beim 1. Runden Tisch zum Fahrradverkehr, wurde bei der jährlichen Verkehrsschau vor einem Jahr besichtigt und ausführlich besprochen. Warum hat es keine Veränderung der Wegführungen für Radfahrer und Autofahrer gegeben? Der Unfallort gehört zum Schulweg und hat ein großes Gefälle", mahnt der ADFC.

Das Problem, das die Radfahrer-Dachorganisation mit der Situation hat: Radfahrer kommen den Richtweg auf dem Radweg sehr schnell heruntergefahren. Direkt vor der Einmündung des Keils ist eine Bushaltestelle. Wenn dort ein Bus hält, sind die Radfahrer für Autofahrer, die vom Richtweg nach links in den Keil abbiegen wollen, erst sehr spät zu erkennen. Dann wird es gefährlich. Zumal auch der Keil stark befahren wird. "Da gibt es viel Durchgangsverkehr vom Richtweg nach unten zur Geesthachter Straße" , weiß Ekkehard Gertig.

Kreuzung Richtweg Einmündung Keil ist ein Unfallschwerpunkt

Eine Patentlösung hat auch der ADFC nicht, sich zur Entschärfung aber ein paar Gedanken gemacht. Vielleicht kann die Bushaltestelle hinter die Einmündung verlegt werden? Könnte zunächst ein Schild aufgestellt werden, das auf die Gefahrenstellen hinweist? Eins ist für den ADFC klar: "Das bekommt man nur in großer Runde gelöst", sagt Ekkehard Gertig.

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Er hofft, dass sich solche Problemstellen bei einem neuen Runden Tisch zum Fahrradverkehr in der Stadt lösen lassen, sobald die Corona-Situation solche Treffen wieder zulässt. Dann sollen auch Baustelleneinrichtungen zur Sprache kommen, die keine Rücksicht darauf nehmen, wie es bei der veränderten Streckenführung um die Sicherheit des nichtmotorisierten Verkehr steht. Das ist ein weiteres Ärgernis für den ADFC.

( pal )

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