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Geesthacht TV geht mit neuem Film wieder auf Sendung

Jürgen Karsch mit Kameras und Mikrofon: Er hat Geesthacht.tv nach drei Jahren Pause wieder aufleben lassen: Der Mikroschutz übrigens war richtig teuer. Für fünf Stück einschließlich Logo zahlte er 480 Euro.

Jürgen Karsch mit Kameras und Mikrofon: Er hat Geesthacht.tv nach drei Jahren Pause wieder aufleben lassen: Der Mikroschutz übrigens war richtig teuer. Für fünf Stück einschließlich Logo zahlte er 480 Euro.

Foto: Dirk Palapies

Nach drei Jahren Sendepause gibt es wieder Programm. Der Betreiber will auch aus der Ratsversammlung berichten.

Geesthacht. Drei Jahre lang war Sendepause bei „Geesthacht.tv“. Nun hat Jürgen Karsch die Marke reaktiviert. Gerade hat der Geesthachter Fotograf (Fotostudio Sythana und Luftbilder Mobil) einen Imagefilm für die Wirtschaftliche Vereinigung Geesthacht (WVG) zum 65-jährigen Bestehen fertiggestellt, der frisch auf den Youtube-Kanal hochgeladen wurde.

Das neue Werk ist 7:50 Minuten lang, unterlegt mit dem Geesthacht-Lied der „Medizinmänner“. Bürgervorsteher Samuel Walter Bauer spricht zu Beginn einleitende Worte. „Der knapp achtminütige Film hat, verteilt auf mehrere Zeitfenster, etwa eine Wochen gedauert“, berichtet Jürgen Karsch.

Der Streifen knüpft da an, wo es begann: mit einem Film für die WVG nämlich, damals im Jahr 2015 über die Geesthacht-Messe. Kurz zuvor hatte Karsch WVG-Vorstand Jürgen Wirobski kennengelernt, als Mitglieder von regionalen Wirtschaftsverbänden beim Dämmertörn auf der Dove Elbe schipperten. Jürgen Karsch ist außer in der WVG auch in der Wirtschaftsinitiative Wentorf und der Wirtschaftlichen Vereinigung Schwarzenbek aktiv.

Karsch ist eigentlich gelernter Radio- und Fernsehtechniker. Seine Frau ist OP-Schwester und macht auch offiziell Fotos von Operationen, erzählt er. Fotografie begann auch Jürgen Karsch zu interessieren. Über einen Freund, der bei Olympus arbeitete, bekam er seine erste Kamera. „Ich habe vor 20 Jahren angefangen und bin von Null auf 2000“, sagt Karsch.

Die Namensrechte für Geesthacht.tv waren zunächst vergeben

Zum Filmen kam er 2015. Sein Nachbar drehte Kurzfilme. Für das Casting von Schauspielern hat Karsch die Fotoshootings gemacht. So entstand ein guter Kontakt. Überlegungen für ein gemeinsames Projekt führten zu der Idee, ein Video-Studio für regionale Berichterstattung aufzubauen. Das Nachdenken über einen griffigen Namen führte zu Geesthacht.tv. Pech, dass dieser Name für eine Internetdomain bereits vergeben war. Ein Medienunternehmer aus dem Umland hatte sich die Namensrechte bereits gesichert. Glück: Er ließ sie sich noch im Jahr 2015 abkaufen.

Wegen der Sorge, diesen Namen möglicherweise nicht wieder erwerben zu können, zahlte Jürgen Karsch fortan jährlich 65 Euro an den Anbieter der Domain – auch während der dreijährigen Pause. Bei Youtube hochgeladenes Material kostet dagegen nichts. „Wir wollten Geesthacht.tv ein bis zwei Jahre bekannt machen, dann Werbung draufschalten“, sagt er zum Businessplan. Daraus wurde – zunächst – nichts. Denn 2017 zog der Nachbar weg. Allein konnte Jürgen Karsch nicht weitermachen.

Der Imagefilm für die Wirtschaftliche Vereinigung Geesthacht

Geesthacht TV Imagefilm WVG

Über seine Kontakte in den Wirtschaftsvereinigungen hat er nun einen neuen Partner aus Wentorf gefunden. „,Hast Du die Seite noch?’, hat der bei einem Treffen interessiert gefragt“, erinnert sich Karsch. Er hat, so wollen sie nun gemeinsam durchstarten.

Große Pläne sind vorhanden. Unternehmen sollen mit kurzen Spots die Möglichkeit bekommen, sich in Social Media zu präsentieren. „Und die Stadtverwaltung will im kommenden Jahr einen Image-Film für Geesthacht erstellen “, sagt Karsch. Er war bereits vorstellig und hat erläutert, welche technischen Möglichkeiten man habe. Auch in Sachen Liveübertragungen aus der Ratsversammlung (wir berichteten) hat Geesthacht.tv den Hut in den Ring geworfen und ein Angebot abgegeben. Ist die Satzung entsprechend geändert, könnte im zweiten Quartal 2021 mit einem Life-
Stream gestartet werden.

Und auf jeden Fall soll es wieder Berichte von Begebenheiten vor Ort geben. So wie in den bis 2017 gedrehten Filmen, die auf Youtube eingestellt sind. Beiträge zur Eröffnung der Geesthachter Fußgängerzone, zum Neujahrsempfang und dem Drachenbootrennen, aus der Luft mit der Drohne gefilmt. Auch die Vereidigung von Olaf Schulze als Bürgermeister am Freitag 5. Februar 2016 ist für die Nachwelt dokumentiert. Immerhin 232 Mal wurde die Zeremonie bis jetzt aufgerufen.