Folge von Corona

Auf dem Schulweg zu voll: Gelenkbus soll Abhilfe schaffen

Das sieht besser aus: Am nun eingesetzten Gelenkbus auf der Schulbuslinie 8891 zwischen Lauenburg und Geesthacht wird so schnell niemand mehr abgewiesen.

Das sieht besser aus: Am nun eingesetzten Gelenkbus auf der Schulbuslinie 8891 zwischen Lauenburg und Geesthacht wird so schnell niemand mehr abgewiesen.

Foto: Dirk Schulz

Schüler kamen teilweise nicht mehr in den Bus und somit zu spät zum Unterricht. Eltern beschwerten sich. Schulen baten um Abhilfe.

Geesthacht/Lauenburg. „Du kommst hier nicht rein!“ – Was an der Tür zur Disco schon mal vorkommen kann, ist beim Busfahren ein echtes Ärgernis. Vor allem, wenn es sich um einen Schulbus handelt. Auf der Strecke zwischen Lauenburg und Geesthacht war dies bei der Linie 8891 seit den Herbstferien kein Einzelfall. „Hinter Lauenburg war es immer total voll. Dann hat der Fahrer häufiger niemanden mehr reingelassen“, hat ein Schüler beobachtet, der die Strecke täglich fährt. Folge: Die Stehengelassenen kamen zu spät zur Schule. Von den zu geringen Abständen im Bus ganz zu schweigen.

Die Beschwerden von Eltern erreichten nicht nur die Bildungseinrichtungen, sondern auch die Kreisverwaltung. „Die Geesthachter Schulen haben uns dann um Abhilfe gebeten“, bestätigt Kreissprecher Tobias Frohnert die Kapazitätsprobleme , die eine Folge von Corona sind. Denn seit den Herbstferien haben einige Schulen den Unterrichtsbeginn aufgesplittet, sodass nun deutlich mehr Schüler erst zur zweiten Stunde kommen müssen.

Schulbusse oftmals zu voll – Gelenkbus soll nun aushelfen

In dieser Woche aber die gute Nachricht: Nach Prüfung der Verhältnisse und Zählung der Fahrgastzahlen setzen die Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein (VHH) auf der Linie 8891 jetzt einen längeren Gelenkbus ein. Frohnert: „Das sollte die Kapazitätsprobleme abmildern.

Auf weitere Änderungen müssen sich die Schüler mit dem Fahrplanwechsel am 14. Dezember einstellen. Jeder angefahrene Schulstandort hat dann eine eigene Liniennummer. Während etwa der 8891er zwischen Lauenburg und Geesthacht fuhr, haben fortan nur noch Fahrten nach Geesthacht diese Bezeichnung. Umgekehrt fährt der Bus von Geesthacht nach Lauenburg künftig als Linie 8896. „Das soll für mehr Transparenz sorgen“, erklärt der Kreissprecher.

Auf einigen Linien wird das Angebot erweitert

Zudem wird auf einigen Linien das Angebot erweitert. Zum Schulstandort Schwarzenbek fahren künftig vier anstatt zwei Linien. Zur 8812 und 8833 kommen die 8835 und 8836 neu hinzu, die verschiedene Haltestellen ansteuern.

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Die Grundschule Dassendorf wird fortan mit zwei Linien (8823 und 8824) bedient. Gleiches gilt auf der stark frequentierten Strecke zu den Möllner Schulen. Dort fährt neben der Linie 8813 dann auch die 8814. Die Gemeinden westlich von Büchen mit Ziel Büchener Schulen werden fortan von den Linien 8832 und 8834 angefahren.

Außer der Änderungen auf den Schulbus-Linien bleibt das Leistungsangebot zum Fahrplanwechsel unverändert. Allerdings werden auf der Linie 8890 zwischen Bergedorf, Escheburg, Börnsen und Geesthacht auf einigen Fahrten künftig Elektrobusse einsetzt – im Kreis Herzogtum Lauenburg ein Novum.

  • Das sind die neuen Liniennummern:

8815: von Dassendorf über Brunstorf zum Schulstandort Schwarzenbek (bisher 8811)

8863: von Schwarzenbek über Schulenburg, Lütau, Gülzow und Schnakenbek zum Schulstandort Lauenburg (bisher 8861)

8872: von Geesthacht über Hamwarde, Gülzow zum Schulstandort Lauenburg (bisher 8871)

8896: von Geesthacht über Tesperhude und Schnakenbek zum Schulstandort Lauenburg (bisher 8891)

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