Antrag der FDP

Sporthallen in Geesthacht bleiben in den Ferien geöffnet

Der Volleyball-Nachwuchs des VfL Geesthacht hat Ferienspaß in der Sporthalle. So eng stehen die C-Jugend-Mädchen sonst nicht zusammen, der Sicherheitsabstand gilt weiter hin.

Der Volleyball-Nachwuchs des VfL Geesthacht hat Ferienspaß in der Sporthalle. So eng stehen die C-Jugend-Mädchen sonst nicht zusammen, der Sicherheitsabstand gilt weiter hin.

Foto: Dirk Palapies

Politiker stimmen Antrag zu. Knapp 6700 Euro mehr Wartungsaufwand. Geesthacht lässt sich die Ferienöffnung seiner Hallen etwas kosten.

Geesthacht. Die Sommerferien bedeuten normalerweise stille Sporthallen. Die schulfreie Zeit wird genutzt für Reinigung und Renovierung. Nicht so in diesem Jahr. Einem Antrag der FDP-Fraktion im Ausschuss für Bildung und Sport folgten alle Geesthachter Fraktionen. Um die durch die Corona- Pandemie ausgelösten starken Einschränkungen der Geesthachter Sportvereine vor allem im März und April auszugleichen, ist den Clubs die Nutzung der städtischen Sporthallen ausnahmsweise während der Sommerferien vom 29. Juni bis zum 8. August gestattet worden.

Die Öffnung aller sieben Großfeldhallen war aus Wartungsgründen nicht möglich. Bis zum 31. Juli sind die Hallen am Silberberg, Grenzstraße (Alfred-Nobel-Schule) sowie Buntenskamp gesperrt. Offen bleiben die Hallen Neuer Krug, Westerheese, Berliner Straße und Dösselbuschberg.

„Im Großen und Ganzen sind die meisten versorgt“

Nach einer Woche zeigt sich: Das Angebot ist von den Vereinssportlern dankbar angenommen worden. Vor allem der VfL Geesthacht verfügt über 18 Indoor-Sparten mit Bedarf an zusätzlicher Hallennutzung. „Von unseren 2000 Mitgliedern betrifft es mehr als die Hälfte“, sagt Klaus-Heinrich Wulff, der Hallenkoordinator von Geesthachts größtem Sportverein. „Im Großen und Ganzen sind die meisten versorgt.“

Beim Training sind weiterhin Auflagen einzuhalten. „Bei bis zu zehn Personen gilt es als eine private Veranstaltung und unterliegt dann nicht den Kontaktregeln“, erklärt Wulff. Gewohnte Abläufe wie Umarmen oder Abklatschen bleiben aber verboten. Wegen der Abstandsregeln ist beim Volleyball weiter kein Doppelblock möglich, ein Doppel beim Tischtennis und Badminton ist ausgesetzt.

Vereine müssen Kontaktlisten über Anwesende führen

Die Vereine müssen Kontaktlisten über die Anwesenden führen und vier Wochen aufbewahren, Duschen und Umkleidekabinen sind geschlossen. Beim VfL Grünhof-Tesperhude müssen die Sportler an der Westerheese ihre Sachen in einen Wäschekorb legen und die Hände vor den Augen des Übungsleiters desinfizieren. Der Korb wird am Ende der Trainingsstunde ebenfalls desinfiziert. Da benutzte Geräte gereinigt gehören, bleiben Utensilien wie Medizinbälle meist im Schrank.

Immerhin: Bis vor kurzem wurden die Bälle beim Beachvolleyball noch besprüht, aber das sei jetzt vorbei, berichtet Klaus-Heinrich Wulff. Und: Der Hallensport ist eine luftige Angelegenheit. Türen bleiben offen, wo es möglich ist, geht es durch den Hauptausgang hinein und durch den Notausgang hinaus, um Begegnungen mit nachfolgenden Gruppen zu vermeiden.

41.800 Euro für die Wartung aller Sporthallen

Die gute Resonanz der Mitglieder auf die Hallenöffnungen wecken Begehrlichkeiten für die Zukunft – unabhängig von Corona. „Der Grundbedarf für Sport besteht auch im Sommer“, meint etwa Karsten Wachowitz aus dem Vorstand des Düneberger SV. Und spricht den anderen damit aus der Seele

Aber so einfach ist das nicht. Die Öffnung kommt der Stadt teuer zu stehen. Größtes Hindernis: Die vorgeschriebene jährliche Wartung der Höhensicherungsgeräte, etwa für Basketballkörbe. Diese werden demontiert. Um die Halle dann nutzen zu können, müssten Leihgeräte beschafft werden wie in diesem Jahr. Für die vier Hallen sind es 21 Geräte. Damit steigen die Kosten um knapp 6.700 Euro – mehr als 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt stehen für die Wartung aller Sporthallen 41.800 Euro zur Verfügung.