Abschied

41 Jahre Engagement für das Stadtbild Geesthachts

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Andreas Schröder war seit 2003 Leiter des Fachdienst Tiefbau der Stadtverwaltung Geesthacht

Andreas Schröder war seit 2003 Leiter des Fachdienst Tiefbau der Stadtverwaltung Geesthacht

Foto: Stadt Geesthacht

Andreas Schröder, seit 2003 Leiter des Tiefbauamts, geht in den Ruhestand. 1979 hatte er im Rathaus angefangen.

Geesthacht.  41 Jahre lang hat er Planungsarbeit­ für die Elbestadt geleistet – eine Zeit, in der er das Stadtbild Geesthachts entscheidend mitgeprägt hat. Jetzt geht Andreas Schröder, seit 2003 Leiter des Fachdienst Tiefbau, in den Ruhestand.

1954 in Güstrow (Mecklenburg-Vorpommern) geboren, zog er 1955 gemeinsam mit seinen Eltern nach Geesthacht. Später zog die Familie nach Lübeck. Dort hat er seine Mittlere Reife, das Fachabitur und sein Studium absolviert, bevor er im Sommer 1978 als Tiefbauingenieur in Brunsbüttel anfing. Mit der Anstellung 1979 im Geesthachter Rathaus begann für Andreas Schröder die zweite Lebensphase in der Elbestadt.

Er war an vielen großen Projekten der Stadt beteiligt

Ob Fußgängerzone, Deich oder St. Salvatoris-Kirche – Andreas Schröder war an vielen großen Projekten der Stadt beteiligt. Bei jedem ging es immer darum, den Spagat zwischen der technisch beste Variante, dem städtischen Haushalt und den Interessen der Geesthachter Bürger und Bürgerinnen zu schaffen Eine Herausforderung, denn die von ihm und seinem Team realisierten Maßnahmen wurden nicht nur aus öffentlichen Geldern bezahlt, sondern sind auch öffentlich sichtbar. „Das war oft keine einfache Gemengelage – alle sehen es, alle bezahlen es“, sagt Andreas Schröder.

Als einen Höhepunkt seiner Zeit bei der Stadtverwaltung bezeichnet er die Umgestaltung der Fußgängerzone. „Das war ein Highlight von der Dauer her, von der Schwierigkeit her und hinsichtlich der Akzeptanz der Maßnahme. Wir haben uns die ersten sieben Jahre zum Beispiel nur über Bäume unterhalten“, schildert Andreas Schröder ein Beispiel dafür, wie tief Verwaltung, Politik und Einwohner teilweise in die Diskussion eingestiegen sind. Die Fußgängerzone sollte ein neues Pflaster erhalten, neues Mobiliar, ein Wasserspiel und weitere Elemente, die ihre Optik vollkommen verändern sollten. Nach langen Planungsarbeiten lagen 2014 schließlich alle Genehmigungen und die Haushaltsmittel vor, 2017 wurde die umgestaltete Bummelmeile dann offiziell eingeweiht.

Lobende Worte kommen vom Bürgermeister

Planerisches und kommunikatives Geschick war auch bei einem anderen Projekt im Stadtzentrum gefragt: Die Umgestaltung des Bereiches rund um die St. Salvatoris-Kirche. Andreas Schröder: „Wir haben dort Städtebauförderung gemacht. St. Salvatoris war für mich von der optischen und gestalterischen Seite her zusammen mit der Fußgängerzone die aufwendigste Maßnahme. Und um das Projekt St. Salvatoris gab es ähnlich wie um die Fußgängerzone lange Diskussionen. Die Straßen waren dort kaputt, es lagen keine Kanäle drin. Wir haben dort zum Beispiel eine hübsche Mauer an der Kirche gebaut – natürlich unter Denkmalschutzauflagen. Es war ein riesen Abstimmungs- und Planungsaufwand, aber das Ergebnis zählt.“

Bürgermeister Olaf Schulze findet lobende Worte für den langjährigen Mitarbeiter: „Mehr als 40 Jahre hat er durch seine akribisch genaue Arbeit darauf geachtet, dass bei den vielen Projekten, die er für die Stadt Geesthacht begleitet hat, die Qualität stimmt. Er ist immer ein sehr engagierter Mitarbeiter gewesen.“

Kleiner Wermutstropfen für den Ruheständler: Eine große Abschiedsfeier mit Kolleginnen und Kollegen wird aufgrund der aktuellen Corona-Situation vorerst ausfallen müssen.

( fram )

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