Ein Besuch

Wie lebt es sich in Geesthachts Hafencity?

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Eva und Jürgen Matthies freuen sich über ihr neues Zuhause in der Geesthachter Hafencity. Besonders den Blick von ihrem Balkon aus auf die Elbe genießen sie sehr.

Eva und Jürgen Matthies freuen sich über ihr neues Zuhause in der Geesthachter Hafencity. Besonders den Blick von ihrem Balkon aus auf die Elbe genießen sie sehr.

Foto: Ariaane D. Funke

Bewohner des neuen Wohnviertels in Geesthacht loben die tolle Gemeinschaft – Allerdings nerven aktuell noch neugierige Passanten.

Geesthachts Hafencity nimmt immer mehr Gestalt an. Die Promenade ist fertig, bald öffnen ein Bäcker und ein Café ihre Türen. Unsere Mitarbeiterin Denise Ariaane Funke hat mit Bewohnern aus zwei unterschiedlichen Wohnmodellen gesprochen.

Eva (74) und Jürgen Matthies (75) haben seit Mai 2019 eine 72 Quadratmeter große Awo-Seniorenwohnung angemietet. Christian Henkel (56) ist Besitzer einer 55 Quadratmeter großen Eigentumswohnung. Glücklich in ihrem neuen Zuhause sind beide Parteien. „So schön haben wir noch nie gewohnt, das muss man ehrlich sagen“, sagt Eva Matthies, während ihr Blick aus dem großen Wohnzimmerfenster direkt zur Elbe gleitet.

Ehepaar Matthies ist gespannt auf neue Nachbarn

Die Wohnungen im „Seniorenpark am Elbufer“ bieten viel Komfort. Auch für Sicherheit ist gesorgt: Es gibt Handläufe im Flur sowie in den eigenen vier Wänden. Und das Badezimmer ist barrierefrei. Einige Wohnungen sind aktuell noch frei – das macht es für das Ehepaar Matthies spannend. „Es ist ein bisschen so wie früher, als man als junges Paar in eine Neubausiedlung gezogen ist. Da war man auch immer gespannt, wer in die Nachbarschaft zieht“, sagt Eva Matthies. Kontakte hat das Paar, das zuvor in einem eigenen Haus in Geesthacht lebte, auch schon geknüpft. „Die Gemeinschaf hier ist sehr nett, ab und zu hält man ein Pläuschchen. Zudem wird unheimlich viel angeboten, wie beispielsweise Spielenachmittage, gemeinsame Mittagessen oder Einkaufsfahrten“, berichtet das Ehepaar.

Lediglich mit der Tiefgarage können sich die beiden Rentner nicht so richtig anfreunden. Die ist mit 96 Plätzen dann doch etwas eng geplant – zumindest für diejenigen, die nicht mehr so wendig sind. Und auch Besitzer höherer Autos könnten auf einigen Plätzen nicht ohne Probleme ihre Kofferraumtüren öffnen, da die Garagendecke zu niedrig ist. „Sauwohl“ in seiner neuen Wohnung fühlt sich auch Christian Henkel, der ein paar Häuser weiter lebt. „Ich wollte unbedingt eine Wohnung im Erdgeschoss kaufen, da ich ein geselliger Mensch bin. So komme ich mit jedem schnell ins Gespräch“, sagt er. „Die Gemeinschaft ist toll. Wir sind schon einige Male spontan zusammengekommen, so wie am 23. Dezember. Da haben wir aus einer Laune heraus einfach Glühwein getrunken“, erzählt Henkel weiter. Außerdem habe er schon einen Nachbarn kennengelernt, mit dem er täglich eine Fahrgemeinschaft bildet, um zur Arbeit in die Hamburger Innenstadt zu kommen.

Anwohner hoffen auf bessere Anbindung an ÖPNV

Doch das Leben in der neuen Hafencity in Geesthacht hat aktuell auch ein kleines Manko. So sind die Wohnungseigentümer von neugierigen Passanten genervt. „Es kommt nicht selten vor, dass wildfremde Menschen über unserer Terrassen laufen, um durch die Fenster zu schauen“, berichtet der 56-Jährige kopfschüttelnd.

Jetzt freuen sich die neuen Bewohner besonders auf die Eröffnung des Bäckers. Außerdem hoffen sie alle, dass die geplante Anbindung der Öffentlichen Verkehrsmittel schnell vorangeht und die ersten sonnigen Tage im Jahr nicht mehr lange auf sich warten lassen. „Dann wollen wir gemeinsam Zeit an der neuen Promenade verbringen und den Ausblick genießen“, sagt Christian Henkel.

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