Geesthacht

Christoph Wieck feiert sein 40. Dienstjubiläum

| Lesedauer: 4 Minuten
Christoph Wieck ist Leiter des Fachbereichs Bildung und Soziales im Geesthachter Rathaus. Er feiert sein 40. Dienstjubiläum.

Christoph Wieck ist Leiter des Fachbereichs Bildung und Soziales im Geesthachter Rathaus. Er feiert sein 40. Dienstjubiläum.

Foto: Stadt Geesthacht

Christoph Wieck arbeitet seit 40 Jahren im Öffentlichen Dienst. Davon fast 17 Jahre im Geesthachter Rathaus. Grund zum Feiern.

Geesthacht. Die Finanzierung und Verteilung von Kita-Plätzen, die Unterbringung von Geflüchteten und Wohnungslosen sowie die Berechnung und Auszahlung von Grund­sicherung, Wohngeld und anderen sozialen Leistungen – die Mitarbeiter des Fachbereichs Bildung und Soziales des Geesthachter Rathauses sind mit ihren Aufgaben dicht an den Bürgern dran. So auch Christoph Wieck, der seit sechs Jahren den Bereich samt seiner rund 200 Mitarbeiter leitet. Insgesamt ist er schon 40 Jahre im öffentlichen Dienst beschäftigt. Grund zum Feiern!

Als Partylocation hat sich der 58-Jährige den großen Saal des städtischen Seniorenzentrums Am Katzberg ausgesucht. Ebenfalls nicht ohne Grund, denn die Einrichtung wird ebenfalls von Christoph Wieck betreut. Rund 50 Gäste sind geladen und haben an den festlich gedeckten Tischen Platz genommen. Bürgermeister Olaf Schulze (SPD) sitzt neben dem Jubilar, eröffnet die Feierstunde. „40 Jahre im öffentlichen Dienst, das ist eine klasse Leistung“, sagt er. Zwar habe Wieck nicht immer in Geesthacht gearbeitet, immerhin aber fast 17 Jahre.

Wieck ist der Liebe wegen in den Norden gezogen

Und so begann Wiecks Karriere im öffentlichen Dienst:
Geboren wurde er in Bonn, mit 16 Jahren absolvierte er seine Ausbildung bei der Stadt
Meckenheim in Nordrhein-Westfalen. Danach zog es ihn in den Norden zu seiner jetzigen Ehefrau. Von 1990 bis 2003 arbeitete Wieck im Bergedorfer Sozialamt. Dort hatte man händeringend Personal gesucht, weil es eine Flüchtlingswelle gab. Weiter ging es in die Elbestadt Geesthacht. Wieck erinnert sich: „Ich bin hier in Geesthacht eingestiegen zu dem Zeitpunkt, als die Umstrukturierung der Organisationseinheiten im Rathaus begann.“ Um mehr Synergien
in den Bereichen Bildung und Soziales zu nutzen, sei schließlich die Stelle der Fachbereichsleitung Bildung und Soziales geschaffen worden. „Für mich bedeutete das ein sehr breites Aufgabenfeld, in das ich mich hineinarbeiten musste“, sagt er weiter. Für
ihn sei es rückblickend der richtige Schritt gewesen, um den eigenen Horizont zu erweitern.

Manchmal gibt es konfliktvolle Situationen

Doch was gehört überhaupt alles zum Fachbereich Bildung und Soziales? Wiecks Antwort: „Neu dazugekommen sind beispielsweise die Behindertenbeauftragte und das Thema Inklusion.“ Aber auch der Seniorenbeirat werde von diesem Fachbereich betreut. „Im Bildungsbereich haben wir als ganz großen Part den Sport mit Vereinen und Verbänden. Dann kommen noch die Schulen mit der Ganztagsbetreuung, Kultur, das Museum und die Bücherei dazu“, zählt er weiter auf. Nicht zu vergessen sei auch das Jugendaufbauwerk und eben das Seniorenzentrum Am Katzberg. Die Arbeit im Fachbereich
Bildung und Soziales ist nicht immer einfach. Auch so manche emotionale und konfliktvolle Situationen habe Wieck schon erlebt.

So erinnert sich der 58-Jährige an eine Begegnung mit einem Hilfeempfänger, der nicht verstehen wollte, dass die Öffnungszeiten schon
vorbei waren. „Der Herr war so in Rage, dass er sich durch die Glastür durchgetreten hatte, obwohl diese aus Sicherheitsglas bestand“, erzählt der Beamte: „Es gab dann mit mir ein Gerangel, weil ich nicht wollte, dass er die Kollegen angreift. Solche problemhaften Situationen sind nicht für jeden der richtige Job.“ Aber darum gebe es ja die vielen verschiedenen Abteilungen in der Verwaltung, so der Fachbereichsleiter.

Für besonders wichtig hält es Wieck, nach der Arbeit abzuschalten. „Das habe ich lange Zeit gut hinbekommen, doch mit dem Alter und der Verantwortung wird es ein bisschen schwieriger“, gibt er zu. Er selbst versuche immer mal wieder kleine Auszeiten zu nehmen und mit seiner Frau für ein Wellness-Wochenende an die Ostsee zu fahren.

Bürgermeister übergibt eine Dankesurkunde

Bürgermeister Olaf Schulze lobt den Jubilar: „Sie beherrschen die Klaviatur der leisen Töne. Aber wenn Sie wollen, können Sie auch ganz wild werden und somit die Klaviatur härter beanspruchen. Außerdem werden auch immer wieder die Zwischentöne gehört.“ Im Saal wird gelacht. Die Gäste, unter denen viele Rathausmitarbeiter sitzen, scheinen zu wissen, wovon Schulze spricht. „Mit ihrer freundlichen Art und Weise kommen Sie nicht nur als Chef, sondern auch bei unseren Bürgern gut an. Wir freuen uns auf die nächsten gemeinsamen Jahren“, sagt Schulze und übergibt die Dankesurkunde.

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Geesthacht