Elim Gemeinde

Wohnen im Gotteshaus – jetzt liegt der Grundstein

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Denise Ariaane Funke
Pastor Luca Ritter und Klempner Christian Jahnke (re.) deponieren eine Bibel und eine Namensliste in der Zeitkapsel.

Pastor Luca Ritter und Klempner Christian Jahnke (re.) deponieren eine Bibel und eine Namensliste in der Zeitkapsel.

Foto: Denise Ariaane Funke

Elim Gemeinde investiert fünf Millionen Euro in Neubau mit Veranstaltungssaal und 15 Wohnungen. 2021 soll das Gebäude fertig sein.

Geesthacht.  Grundstein mit Gottes Wort: Vor mehr als 50 Gästen hat Pastor Luca Ritter eine Zeitkapsel mit Bibel im Neubau der Christengemeinde Elim am Barmbeker Ring 15 eingemauert. Auf der Baustelle geht es zügig voran. Wenn alles glatt läuft, wird an dem fünf Millionen Euro teuren Projekt im kommenden Frühsommer 2020 Richtfest gefeiert. Anfang 2021 sollen die Arbeiten dann abgeschlossen und das Gebäude bezugsfertig sein.

9400 Quadratmeter Nutzfläche

Auf der rund 3100 Quadratmeter großen Grundstücksfläche wird derzeit ein viergeschossiger Bau hochgezogen. Auf 9400 Quadratmetern Nutzfläche entsteht ein Gottesdienstraum mit einer sechs Meter hohen Empore. In der obersten Etage werden 15 barrierefreie Wohnungen, darunter eine 40 Quadratmeter große Wohnung für Singles, Wohnungen für Paare bis hin zu 125 Quadratmeter großen Familienwohnungen gebaut. Einige der Einheiten sind mit Balkonen ausgestattet, andere mit Laubengängen. „Alle Wohnungen sind barrierefrei. Behindertengerecht sind sie allerdings nicht, dazu fehlte es am nötigen Platz“, erläutert der Leiter des Bauausschusses der Elim-Gemeinde, Axel Münch.

Freikirche stemmt Investition

In der Oberstadt wollen die Gemeindemitglieder eine zeitgemäße Kirche errichten. „Es ist nicht alltäglich, dass eine Kirchengemeinde neu baut. Ganz besonders, wenn es eine Freikirche ist“, sagte Münch. Er betonte auch, dass die gesamte Investition für das moderne Energie-Effizienzhaus – abgesehen von der KfW Förderung – aus eigenen Mitteln gestemmt werde.

Lob gab es auch von Geesthachts Bürgermeister Olaf Schulze: „Ich glaube, Sie sind die einzigen, die in Geesthacht ein neues Gebetshaus errichten. Momentan ist der Trend ja andersherum“, so Schulze mit blick auf die mögliche Schließung der St. Petri-Kirche am Spakenberg.

Bürgermeister lobt den Bau

Geesthachts Bürgermeister unterstrich auch, dass die Oberstadt durch den Neubau aufgewertet werde. „Früher gab es an dieser Stelle einen Lebensmittelmarkt, dort konnte man Nahrung kaufen. Bald gibt es an dieser Stelle Nahrung für das Herz und die Seele, das ist in der heutigen Zeit sehr wichtig“, sagte Schulze.

Weil der Platz im alten Elim-Gemeindehaus aus dem Jahr 1978 nicht mehr ausreichte, wurde das marode Gebäude im September abgerissen (wir berichten). Die Christengemeinde will sich räumlich vergrößern, da sie immer mehr Zulauf erhält.

Veranstaltungssaal im Industrie-Look

Der Veranstaltungsraum des neuen Gemeindezentrums ist im angesagten „Industrial Style“ mit unverputzten Wänden geplant. Eine große Glasfront lässt an der nördlichen Gebäudeseite, zur Hansastraße hin reichlich Licht hinein. Der Eingang des Gottesdienstraums entsteht wiederum an der Westseite des Gebäudes, in Richtung Wandsbeker Ring. In dem 290 Quadratmeter großen Gottesdienstraum haben 200 Menschen Platz. Der Aufzugschacht, ist bereits errichtet.

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