Geesthacht/Hamburg.

Ideen zum Radschnellweg sind gefragt

Bürgerbeteiligung startet am 7. Februar im Geesthachter Rathaus

Geesthacht/Hamburg.  Die Metropolregion Hamburg lässt (wie berichtet) derzeit acht Trassen für mögliche Radschnellwege prüfen – darunter findet sich die Verbindung Schwerin–Wismar ebenso wie eine Trasse zwischen Stade und Hamburg. Nachdem bereits im Januar die Bürgerbeteiligungen für vier Strecken beginnen, sind auch die Geesthachter Bürger gefragt.

Alle Interessierten sind für Donnerstag, 7. Februar, von 17 Uhr an in den Ratssaal des Rathauses (Markt 15) eingeladen. An dem Termin werden sowohl Vertreter der Stadt als auch der Planungsbüros teilnehmen, die derzeit die Machbarkeitsstudien zu den Fahrrad-Trassen erarbeiten. Dazu kommen Vertreter des Kreises Herzogtum Lauenburg wie beispielsweise Tim Leufker vom Fachdienst Regionalentwicklung und Verkehrsinfrastruktur.

„Die Veranstaltung wird grundlegende Fragen klären“, kündigt Michael Zühlke, stellvertretender Sprecher der Stadt, an. So gehe es um die Frage, wie ein Radschnellweg aussehen und gestaltet werden kann. Dazu geht es um die Möglichkeiten, wie sich Bürger in den Abwägungs- und Planungsprozess einbringen können.

Die Öffentlichkeit ist be-züglich der geplanten Verbindung Geesthacht–Hamburg
ab Sonnabend, 9. Februar, ge-fragt. Auf der Webseite der Metropolregion unter www.metropolregion.hamburg. de/rsw-geesthacht-hh wird dann das Online-Tool freigeschaltet. So können die Nutzer ohne eine vorherige Anmeldung Linien und Punkte entlang der Strecke eintragen und diese mit Fragen, Kritik und Vorschlägen verbinden. „Die Beträge werden den beteiligten Kommunen und den Planungsbüros für ihre Arbeit zur Verfügung gestellt. Auch nach Abschluss des vierwöchigen Beteiligungsverfahrens sind alle Beiträge online einsehbar“, kündigte am Freitag Marion Köhler, Sprecherin der Metropolregion, an.

Für die derzeit laufenden Studien und Vorarbeiten für alle acht Korridore hat die Metropolregion, die das Projekt koordiniert, eine Million Euro bereitgestellt. Projektträger ist der Kreis Pinneberg, Partner die Freie und Hansestadt Hamburg. Ziel der Radschnellwege ist es unter anderem, den Kraftaufwand für Pendler zu reduzieren und die Fahrzeiten zu verkürzen. Dazu soll Autofahrer zum Umstieg aufs Rad bewogen werden. „Die Schnellwege werden optimal in die Stadt und die Landschaft eingebunden und so breit, dass man entspannt nebeneinander fahren und überholen kann“, erläutert Marion Köhler.

Der Anschluss Geesthachts ist seit Jahren in der Diskussion. Besonders im Fokus stehen dabei die Bahnschienen entlang der ehemaligen Bergedorf-Geesthachter Eisenbahn, die sogenannte Karolinetrasse. So gibt es die Idee, einen Radschnellweg bei einer möglichen Reaktivierung der Bahnstrecke direkt neben den Schienen verlaufen zu lassen. So zeigt es bereits eine Grafik, die einen Radfahrer markiert, der neben einer solchen Bahnstrecke auf einem breiten Schnellweg fährt. Dass es tatsächlich zu genau diesem Streckenverlauf in Richtung Bergedorf kommt, steht allerdings noch nicht fest.

Infos zum Projekt finden sich auch im Internet unter metropolregion.
hamburg.de/radschnellwege