Elbterrassen

Hafencity: Mieter reißen sich um Wohnungen

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Gerrit Pfennig
Maklerin Katharina Kunert von der Vertriebsgesellschaft „Wentzel Dr.“ sitzt auf dem Balkon der Vier-Zimmer-Musterwohnung. Im Hintergrund ist die Baustelle der Uferpromenade zu sehen. Hinter den Häusern (nicht im Bild) ist die Baustelle von „Am Elbufer“, wo Eigentumswohnungen entstehen.

Maklerin Katharina Kunert von der Vertriebsgesellschaft „Wentzel Dr.“ sitzt auf dem Balkon der Vier-Zimmer-Musterwohnung. Im Hintergrund ist die Baustelle der Uferpromenade zu sehen. Hinter den Häusern (nicht im Bild) ist die Baustelle von „Am Elbufer“, wo Eigentumswohnungen entstehen.

Foto: Gerrit Pfennig / BGZ

Geesthacht. Offizieller Einzug ist am 1. August, aber schon jetzt sind über die Hälfte der Wohnungen vergeben. Die Lage kommt gut an.

Geesthacht.  Züblin hat wie berichtet als erster Baukonzern seine 97 Neubau-Mietwohnungen auf dem Gebiet der Geesthachter Hafencity fertiggestellt und an den Eigentümer, die Alte Leipziger Versicherung, übergeben. Doch obwohl der offizielle Einzugstermin erst am 1. August ist, stapeln sich hier schon die Umzugskartons, werden Möbel bugsiert und Klingelschilder mit Namen versehen.

60 Prozent sind de facto weg

„Wir haben aktuell schon 52 Prozent der Wohnungen vermietet und haben noch sechs Reservierungen, mit denen es 60 Prozent sind“, sagt am Freitag Katharina Kunert. Die Immobilienkauffrau, die als Maklerin für die Hamburger Vertriebsgesellschaft „Wentzel Dr.“ die Wohnungen an den Mann oder die Frau bringt, hätte mit solch einem Ansturm nicht gerechnet. Wegen der noch laufenden Bauarbeiten für die Eigentumswohnungen von „Am Elbufer“, den Vorbereitungen für die Promenade am Elbufer und dem noch laufenden Geschäftsbetrieb der Firma Grabau nebenan hätte sie mit einer eher zurückhaltenderen Nachfrage gerechnet, so Kunert.

Bebauung nicht so eng wie in Hamburg

„Im Vergleich zu neuen Mehrfamilienhäusern in Hamburg, die enger aneinander gebaut werden, haben die Mieter hier viel Luft zum Atmen. Das wird uns auch von den Interessenten gespiegelt“, berichtet Kunert. Es gebe durchweg für die Zwei- bis Vier-Zimmerwohnungen mit 62 bis 102 Quadratmetern Wohnfläche nur Lob. Auch die Netto-Kaltmieter zwischen 10,40 Euro (Elbseite) und 9,40 Euro (Steinstraße) sei im Rahmen.

St.-Pauli-Fan erfüllt sich einen Traum

Besonders begehrt sind in den neun Häusern die Wohnungen, die direkt zur Elbe ausgerichtet sind. Hier sind bereits fast alle belegt. Heike Bauer (60) hat sich eine Zwei-Zimmer-Wohnung mit Dachterrasse gesichert und ist gerade dabei, klar Schiff zu machen, bevor sie ihre Möbel aus Hessen holt, wo sie aktuell noch wohnt. „Ich hab immer gesagt, ich hab Heimweh. Wenn ich über die Elbe fahre, bin ich frei“, sagt die Intensiv-Krankenschwester, die früher in Eppendorf und Wentorf gelebt hat. Sie ist froh, wieder zurück zu sein, sagt die 60-Jährige, die seit 18 Jahre Mitglied beim FC St. Pauli ist. „Jetzt muss es mir nur noch gelingen, eine Dauerkarte für das Millerntor-Stadion zu ergattern“, sagt sie schmunzelnd.

Spinnen wie in Hamburg?

Nur ein kleines Problem hat Heike Bauer ausgemacht: die Spinnen. „Von denen gibt es hier einige, aber mich stört das nicht“, sagt sie. Damit befindet sich die Geesthachter Hafencity in guter Gesellschaft, denn auch bei der großen Schwester, der Hamburger Hafencity, gab es das Problem – allerdings massiv. Dort fehlten Vögel als Fressfeinde der Spinnen. Durch Baum-Pflanzungen haben sich inzwischen die Vögelbestände erhöht.

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