Comedy-Club für Geesthacht

Von Timo Jann

Geesthacht.
Riesen-Überraschung im Kleinen Theater an der Schillerstraße (KTS) für die Zuschauer und Hausherr Thorsten Winkler: Comedian Ingo Oschmann war bei seinem Auftritt zum Auftakt der Reihe "Geesthacht lacht!" vom Publikum so begeistert, dass er spontan einen regelmäßigen Comedy-Club im KTS ins Leben rief. Oschmann kündigte an, er werde künftig vier Mal im Jahr einige Freunde und Newcomer der Szene mitbringen und auftreten.

Wer am Freitagabend dabei war, sollte seine Eintrittskarte aufheben, rät Oschmann: Denn damit gibt es bei seinem nächsten Gastspiel zwei Euro Ermäßigung auf das neue Ticket.

Oschmann und Winkler kennen sich bereits fünf Jahre. Als Winkler im Frühjahr sein erstes Programm für die Spielzeit 2015/2016 im KTS präsentierte, war Oschmann bereits der Stargast. "Das ist hier so klasse, der Thorsten hat hier schon richtig viel Herzblut reingesteckt", schwärmte Oschmann vom Kleinen Theater. "Warum soll man nach Hamburg fahren, wenn man hier so etwas Tolles hat?", fragte er und appellierte an die Geesthachter, die Angebote im KTS zu nutzen. Sonst dürfe sich später niemand wundern, wenn die Stadt mangels Erfolg den Geldhahn zudreht.

Der 46 Jahre alte Spaßmacher möchte gern seinen Teil dazu beitragen. "Geesthacht lacht" ist als Name für den neuen Comedy-Club mit Ingo Oschmann und seinen Gästen bereits fix. So heißt auch das aktuell von unserer Zeitung präsentierte Programm, das neben Oschmann auch noch Auftritte von Jörg Knör (am 30. September, es gibt noch Restkarten) und Enissa Amani (6. Oktober, ausverkauft) im KTS beinhaltet. "Wir werden da bestimmt etwas Schönes hinbekommen", sagte Winkler, vom Vorschlag seines Kumpels nach der Vorstellung noch immer völlig überrascht.

Oschmann, der 2003 bei "Star Search" bekannt geworden war, stammt aus dem ostwestfälischen Bielefeld. An seine Kindheit und Jugend erinnerte er mit seinem Programm "Wunderbar - es ist ja so!". Er kombinierte dabei Stand-up-Comedy, Improvisation und Zauberei zu einer perfekten Show.

Zu "Grünkohl mit Pinkel" fielen ihm ebenso Erinnerungen ein wie zu Sprüchen seines Vaters, der stets sagte, solange er seine Füße unter seinen Tisch stecke, müsse er machen, was gesagt werde. Als sich der kleine Ingo dann für ein gutes Zeugnis etwas wünschen durfte, wollte er diesen Tisch.

Einem 14-Jährigen im Publikum, der auf Nachfrage sagte, er verabrede sich per WhatsApp mit seinen Freunden, berichtete Oschmann, dass er dafür früher über die Straße gegangen sei. Auch von seiner ersten großen Liebe, für die er Jazztanz zu "Boys" von Sängerin Sabrina machte, und den Tücken, die das Aufnehmen einer Kassette in den 80er Jahren barg, berichtete der Comedy-Star bei seinem umjubelten Auftritt.