Nach Kita-Streik

Tarifabschluss kostet Stadt bis zu 175 000 Euro

Geesthacht (ger). Drei Wochen lang traten bundesweit Tausende Erzieher im öffentlichen Dienst in den Streik, geschlossene Kitas sorgten bei zahlreichen Eltern bis Ende Mai für Ausnahmezustand.

Geesthacht (ger). Drei Wochen lang traten bundesweit Tausende Erzieher im öffentlichen Dienst in den Streik, geschlossene Kitas sorgten bei zahlreichen Eltern bis Ende Mai für Ausnahmezustand.
In Geesthacht lief der Betrieb in den zwölf Betreuungsangeboten ohne Einschränkungen weiter. Zwar sind drei Kitas städtisch, doch weil in Geesthacht nur wenige Erzieher gewerkschaftlich organisiert sind, wurde hier nicht gestreikt. Vom bevorstehenden Tarifabschluss profitieren die Bediensteten aber uneingeschränkt - und das könnte für den städtischen Haushalt teure Folgen haben.

Bis zu 4,5 Prozent sollen die Erzieher künftig mehr verdienen - je nach Qualifikation und Fortbildung. So sieht es der Schlichterspruch vor, den nun Arbeitgebervertreter und Gewerkschaften noch bestätigen müssen. "Aufgrund der abgestuften Erhöhungen ist es schwierig, die genauen Kosten für diese Erhöhung zu beziffern", sagt Andrea Dreyer, Fachdienstleiter Soziales im Rathaus. Grob gerechnet müsse die Stadt aber jährlich rund 175 000 Euro mehr für die Personalkosten der Erzieher ausgeben. "Derzeit beteiligt sich die Stadt an der Finanzierung aller Kindertagesstätten in Geesthacht mit rund 4,3 Millionen Euro", erklärt Dreyer. Das entspricht rund zehn Prozent des gesamten städtischen Haushalts, dabei sollen die Betreuungsangebote noch ausgebaut werden.