Von den USA bis in die Wüste

Geesthacht
(cbx).
Am 26. April 1986 explodierte der Reaktor Nummer vier im ukrainischen Tschernobyl - anlässlich des Jahrestages des nuklearen Super-GAUs lädt die Naturschutzorganisation BUND zum Film- und Diskussionsabend ins Kleine Theater an der Schillerstraße ein. Gezeigt wird der Dokumentarfilm "Die Reise zum sichersten Ort der Erde" des Schweizer Regisseurs Edgar Hagen.

Die Doku greift ein hochbrisantes Thema auf: Seit den 60er-Jahren haben die Kernkraftwerke weltweit an die 350 000 Tonnen Atommüll produziert - doch wohin mit dem strahlenden Abfall? Für seinen Film besuchte Hagen alle nennenswerten Atommüll-Endlager-Projekte und lässt dabei verschiedene Experten zu Wort kommen. Seine Reise führt den Regisseur von den gescheiterten Versuchen in den USA, Deutschland und anderen Ländern bis in die Wüste Gobi.

In Deutschland arbeitet eine 32-köpfige Endlager-Kommission an einem Kriterienkatalog für eine sichere Lagerstätte für rund 30 000 Kubikmeter hoch radioaktiven Müll. Dazu gehören auch die 1094 bereits genutzten, strahlenden Brennelemente im Abklingbecken des Kernkraftwerks Krümmel sowie die Castor-Behälter im Zwischenlager.

Nach dem Dokumentarfilm gibt es ausreichend Zeit für eine ausführliche Diskussion. Als Gastredner werden Michael Wenk, Referent für regionale Kommunikation beim Kernkraftwerk Krümmel, Torsten Fischer vom Helmholz-Zentrum, Ursula Schönberger (Schacht Konrad, Atommüll-Sorgenbericht) sowie Gerhard und Bettina Boll die Fragen der Zuschauer beantworten. Der BUND ist ab 18.30 Uhr im Foyer mit einem Info-Stand vertreten. Der Dokumentarfilm beginnt um 19.30 Uhr.

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