Geesthacht

Psychotricks gegen Eiseskälte

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Jan H. Schubert

Sport im Winter: Fünf Tipps, um den inneren Schweinehund zu besiegen

Man könnte es sich zur kalten Jahreszeit einfach machen und sich in der warmen Turnhalle zum Ballspielen treffen oder im Fitnesscenter Gewichte stemmen. "Wahrer" Sport findet aber draußen statt. Dabei können Temperaturen rund um den Gefrierpunkt schon ein Grund sein, nicht den Trainingsanzug rauszuholen.

Es gibt aber Tipps und Tricks, wie sich jeder gerade jetzt motivieren kann. Eine, die es wissen muss, ist Anette Rosanowski. Schließlich ist sie als Leiterin des Geesthachter Lauftreffs Expertin für Freiluft-Sport und erklärt, wie im Winter der innere Schweinehund bezwungen wird:

Grundsatzentscheidung: "Das Beste ist, Termine einzuhalten", sagt Anette Rosanowski, "man muss festlegen: ,Das ist mein Lauftag'". Es bedarf natürlich eigenem Antrieb und Willen. Wer aber den Sport fest in seine Wochenplanung integriert, schafft schon mal beste Voraussetzungen.

Verabredungen: In der Gruppe, mindestens aber mit einer weiteren Person, macht Sport bei besonders frischer Luft doppelt Spaß - weil meistens eine nette Unterhaltung oder ein reger Ideenaustausch dabei rumkommt. Rosanowski: "Wer sich verabredet, geht auf jeden Fall los. Egal, bei welchem Wetter. Wer es allein probiert, sucht meistens doch nach Entschuldigungen, es dann doch nicht zu tun."

Klamottenwahl: Bei kalter Witterung empfehlen sich mehrere Schichten nach dem so genannten Zwiebelprinzip. Wenn es zu warm wird, kann notfalls eine Schicht abgelegt werden. Geesthachts Lauf-Expertin Rosanowski rät zu Funktionskleidung und Merinowolle. Außerdem nicht vergessen: Mütze (Rosanowski: "70 bis 80 Prozent der Körperwärme verlieren wir über den Kopf"), Handschuhe und Schlauchtücher für den Hals. Hingegen ist Baumwolle am Körper problematisch. Wenn dieser Stoff nass wird, friert der Sportler schnell, und es scheuert auf der Haut. Nach der Anstrengung schnell raus aus den nassen Sachen!

Belohnung: Zuerst auspowern - und sich danach etwas gönnen. Diese Psychologie funktioniert: "Eine Freundin von mir freut sich immer auf die Badewanne danach. Ich persönlich gönne mir nach dem Sport einen heißen Tee", berichtet Rosanowski.

Ruhig Blut: Nicht gleich zu viel Gas geben! Die Kälte wird am ehesten aus den Gliedern durch ein individuelles, dynamisches Warmmachen (Springen, auf der Stelle laufen) vertrieben. Es empfiehlt sich außerdem, jeden Schritt bei Glätte und Schnee mit Bedacht zu wählen.

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