Neues Geschichtsheft

So wirkte der Erste Weltkrieg im Lauenburgischen

Geesthacht (ger). Auch im Herzogtum Lauenburg hat der Erste Weltkrieg schlimme Folgen hinterlassen.

Aus Anlass des 100. Jahrestages des Kriegsausbruchs, hat der Heimatbund und Geschichtsverein Herzogtum Lauenburg die aktuelle Ausgabe der "Lauenburgischen Heimat" dem Thema gewidmet. So haben die Historiker eine Spurensuche in den Sitzungsprotokollen des Lauenburgischen Kreistags in den Kriegsjahren gemacht - und interessante Verbindungen gefunden. So stellte der Kreistag 1916 beispielsweise 60 000 Mark zur Gewährung von Darlehen an Kriegsteilnehmer zur Wiederaufnahme ihres bürgerlichen Berufs zur Verfügung - das Geld musste innerhalb von zehn Jahren zurückgezahlt werden.

Unter der Überschrift "Die Opfer haben einen Namen", listet Kreisarchivarin Cordula Bornefeld die Gefallenen und Vermissten aus dem gesamten Kreis - sortiert nach Orten - auf. Wie sich der Krieg im Alltag bemerkbar gemacht hat, erläutert das Geschichtsheft am Beispiel Schwarzenbeks.

Allerdings dreht sich in der aktuellen Ausgabe nicht alles um Krieg. So geht Konrad Küster in einem Aufsatz auf die einzigartige Orgel der Nicolai-Kirche zu Mölln ein - die in Kürze einer umfangreichen Restaurierung unterzogen wird. Außerdem hat sich Birgit Steinke mit der Chronik der Schule in Linau beschäftigt - und erzählt deren Geschichte.

Die Lauenburgische Heimat ist im Buchhandel sowie im Krügerschen Haus (Bergedorfer Straße 28) für 12,50 Euro erhältlich.

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