Sektausschank

Geselliges Finale für das alte Jahr

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Timo Jann

Geesthacht. Jede Menge Sekt für einen guten Zweck: Das hat an Silvester bei Oliver Fries schon Tradition. Seit 25 Jahren lädt der Inhaber von „Zigarren Fries" vor seinem Stammhaus an der Bergedorfer Straße zum Sektausschank ein.

Wer in entspannter Runde mit Freunden und Bekannten etwas trinken möchte, spendet einfach ein paar Euro für den Verein „Hilfe für das schwerkranke Kind“ von Ilse Timm. Dafür steht auf dem Tresen jedes Mal eine große Glasvase für die Spenden der Besucher bereit.

„Der Sekt zu Silvester hier bei Fries gehört bei uns zum Jahresende dazu wie der Baum zu Weihnachten“, sagte Christian Lohrk. Gemeinsam mit seiner Frau Agnes legte er 15 Euro in die Glasvase, genoss dann den prickelnden Sekt. Den spendiert Fries grundsätzlich, sodass die Einnahmen komplett an Ilse Timm weitergegeben werden können. Diesmal kamen mehr als 3500 Euro zusammen. Fries: „Insgesamt wurden 274 Flaschen Sekt geleert.“

Mehr als 500 Menschen nutzten den Sektausschank, um sich mit Freunden in der Innenstadt zu treffen.

„Wir haben mit dieser Veranstaltung im Geschäft angefangen, aber da könnten wir die vielen Menschen heute gar nicht mehr unterbringen“, sagt Fries. Deshalb hat er den Tresen schon vor Jahren kurzerhand in die Fußgängerzone verlegt. Und dort fließt der Sekt – rosé oder weiß – jedes Mal in Strömen. „Meine Familie und Freunde helfen mir dankenswerterweise, so habe ich Zeit, mit den Gästen ins Gespräch zu kommen“, sagte Fries.

Das tat auch Ilse Timm, um für ihren Verein und dessen Arbeit zu werben. Vor 25 Jahren hatte sie den kleinen Verein ins Leben gerufen, seitdem hat sie mehr als eine Million Euro an Spenden eingeworben. „Dass Oliver Fries mich seit Jahren so toll unterstützt, hilft den kranken Kindern wirklich sehr, weil wir ihnen das Leben schöner machen können“, sagte sie.

„Für mich hat es fast schon Tradition, hier Freunde zu treffen“, sagte Renate Külper und stieß mit drei Freundinnen an. Und so landeten über Stunden immer mehr Euro in der Glasvase, bis gegen 14 Uhr Ruhe einkehrte. „Meiner Meinung nach hat es die Gesellschaft trotz allem Gerede von Egotrips der Menschen noch nicht verlernt, für andere einzustehen. Das macht mich glücklich“, bilanzierte Fries.

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