Nur der Hund überlebt

77-jähriger Geisterfahrer tötet Hamburger Paar auf der A24

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Foto: Christoph Leimig

Senior fährt mit seinem Mercedes falsch auf die A24 und stößt mit einem Ford aus Hamburg zusammen. Weiterer tödlicher Unfall auf A1.

Hornbek. Am Sonntagabend gegen 19.30 Uhr ist es auf der Autobahn 24 zwischen den Anschlussstellen Gudow und Hornbek im Kreis Herzogtum Lauenburg zu einem schweren Verkehrsunfall gekommen. Zwei Menschen starben. Eine Person erlitt schwere Verletzungen.

Die Polizei sprach nach ersten Ermittlungen von einem Geisterfahrerunfall, ein 77 Jahre alter Mann aus Berlin war offenbar mit seinem Mercedes vom Parkplatz Tramm in die falsche Richtung unterwegs. Sein Auto prallte auf einen entgegenkommenden Ford, der in Richtung Hamburg unterwegs war.

Geisterfahrerunfall auf A 24: Zwei Hamburger sterben noch am Unfallort

Bei dem Zusammenstoß wurden der Mercedes-Fahrer und die 58 Jahre alte Beifahrerin des Fords eingeklemmt. Der 58 Jahre alte Ford-Fahrer konnte durch die Polizeibeamten aus dem Fahrzeug geborgen werden. Trotz sofort eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen verstarb der Mann noch an der Unfallstelle. Seine Beifahrerin ebenfalls. Das Paar aus Hamburg hatte einen kleinen Hund mit im Auto, er überlebte den Unfall und wurde noch am Abend ins Tierheim gebracht.

Der 77 Jahre alte Unfallverursacher musste aus seinem Fahrzeug befreit werden. Er wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht. Für die Unfallaufnahme musste die A 24 für dreieinhalb Stunden gesperrt werden. Für die Ermittlung der Unfallursache wurde ein Gutachter beauftragt. An den Autos entstand Totalschaden, die Schadenshöhe wird auf 60.000 Euro geschätzt.

Fernfahrer verliert die Kontrolle und stirbt auf Autobahn 1

Bei einem weiteren schweren Unfall auf der Autobahn 1 ist am Montagvormittag ein 59 Jahre alter Fernfahrer gestorben: Der Mann war gegen 10 Uhr mit seinem Sattelzug auf der A1 in Richtung Hamburg unterwegs, als er zwischen den Anschlusstellen Bad Schwartau und Lübeck die Kontrolle über das Gespann verlor und gegen die Mittelleitplanke prallte.

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Erst nach rund 250 Metern kam der Sattelzug zum Stehen: Trotz Reanimationsmaßnahmen starb der 59-Jährige noch am Unfallort, weitere Personen wurden nicht verletzt. Die Polizei geht davon aus, dass der Mann den Unfall in Folge "eines plötzlich eingetretenen Krankheitszustandes" verursachte. Ob die Erkrankung auch zum Tod des Mannes führte, wird nun in der Rechtsmedizin in Lübeck untersucht.

( HA/dpa )