Bürgerbeteiligung

EU-Badestellen im Herzogtum: Wünsche und Kritik?

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Sommer 2020: Brigitte Rzepus und Damian genießen das Baden im Lanzer See bei Basedow.

Sommer 2020: Brigitte Rzepus und Damian genießen das Baden im Lanzer See bei Basedow.

Foto: Isabella Sauer

Noch ist es zu kalt, doch Vorbereitung ist alles: Der Kreis befragt die Bürger, welche Ideen und Vorschläge es für die Badeseen gibt.

Ratzeburg. Auch, wenn die Temperaturen noch nicht an Frühling oder gar Sommer erinnern. So manch einer hat sicher schon die Vorfreude und den Gedanken gehabt, bald wieder in einen der 21 Seen im Herzogtum Lauenburg zu springen. Doch bevor die Badesaison losgeht, haben Bürger noch bis Freitag,12. März, die Gelegenheit, Vorschläge, Bemerkungen und Beschwerden einzubringen.

Der Fachdienst Wasserwirtschaft der Kreisverwaltung Herzogtum Lauenburg hat gemäß der EU-Badegewässerrichtlinie eine Liste mit allen EU-Badestellen im Kreisgebiet veröffentlicht. Dazu gehören unter anderem Badestellen am Ratzeburger See, in Mölln, Witzeeze, Güster, Basedow, Wohltorf und Müssen. Eine vollständige Liste gibt es unter www.kreis-rz.de/bekanntmachungen.

EU-Badestellen: Wer will, kann Wünsche und Kritik äußern

Einmal im Jahr veröffentlicht die Kreisverwaltung alle EU-Badegewässer im Herzogtum, um eine Öffentlichkeitsbeteiligung zu ermöglichen. Die eingegangenen Rückmeldungen werden für die Erstellung, die Überprüfung und die Aktualisierung der Badegewässerlisten genutzt.

Auf der Liste steht auch die Badestelle Luisenbad Mölln. Aufgrund schwankender Messergebnisse in der Vergangenheit, wird derzeit noch eine Einstufung als "mangelhaft" von der Kreisverwaltung befürchtet. "Das laufende Change-Verfahren könnte dies jedoch noch verhindern", sagte Pressesprecher Tobias Frohnert auf Anfrage. Damit sei gemeint, das die "Ausreißer" bei den Messwerten der Vergangenheit noch einmal beleuchtet werden. "Es gab bei den Routineüberprüfungen der Wasserqualität vereinzelt Grenzüberschreitungen am Luisenbad, die jeweils kurz darauf gemachten Nachprüfungen waren aber immer wieder in Ordnung", so Frohnert. Man könne also nicht davon sprechen, dass die Grenzwerte dort dauerhaft überschritten wurden. Der Fachdienst Wasserwirtschaft des Kreises gehe derzeit von einer Öffnung der Badestelle aus.

In der Hochsaison alle drei bis fünf Wochen neue Proben

In der Hochsaison entnehmen Mitarbeiter des Kreises alle drei bis fünf Wochen Proben aus den Seen. Es sei denn, es passiert in der Nähe eines Badesees ein Gülleunfall oder eine mikrobiologische Verunreinigung.Dann wird umgehend eine Wasserüberprüfung gemacht. Die Proben werden beispielsweise auf sogenannte Escherichia coli und die Intestinalen Enterokokken, zwei große Gruppen von Darmbakterien, die in Mensch und Tier vorkommen, getestet. Seitens der Kreisverwaltung heißt es, dass diese selbst zwar kaum gefährlich seien, jedoch als Stellvertreter für andere aus dem Darm stammende Krankheitserreger gelten.

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Anregungen und Kritik zu einzelnen Badestellen können per E-Mail an mannes@kreiz-rz.de oder jeweils von Montag bis Freitag von 9 Uhr bis 12 Uhr sowie von Montag bis Donnerstag von 14 Uhr bis 15 Uhr nach vorheriger Terminvereinbarung unter Telefon 04541/888-409 im Fachdienst Wasserwirtschaft (Barlachstraße 2) in Ratzeburg vorgebracht werden.

( isa )