A7 gesperrt

Lkw-Unfall kurz vor Hamburg – Polizei verhindert Schlimmeres

Der Lkw mit Sattelauflieger blieb auf der rechten Seite im Wildschutzzaun liegen.

Der Lkw mit Sattelauflieger blieb auf der rechten Seite im Wildschutzzaun liegen.

Foto: Christoph Leimig / HA

Lastwagen fährt Zickzack-Kurs. Funkstreife erzeugt künstlichen Stau, kann ein Unglück zwar nicht verhindern – aber dennoch helfen.

Garlstorf. Nach einem schweren Lkw-Unfall kurz vor Thieshope (Landkreis Harburg) musste die Autobahn A7 in der Nacht zu Freitag in Richtung Hamburg gesperrt werden. Dabei hatte der Lastwagenfahrer am Ende noch Glück im Unglück.

Wie ein Polizeisprecher dem Abendblatt sagte, hatten zwei Kollegen der Autobahnpolizei Winsen gegen 2.40 Uhr zwischen Garlstorf und Thieshope einen langsam fahrenden Lkw bemerkt, der vom Standstreifen aus wiederholt zickzack fuhr und die rechte Leitplanke touchierte.

Unfall auf A7: Polizei erzeugt künstlichen Stau

Die Polizisten erzeugten daraufhin einen künstlichen Stau, um den Lastwagen unter Kontrolle zu bringen. Dieser kam letztlich jedoch nach rechts von der Fahrbahn ab und kippte über die Leitplanke auf den Grünstreifen.

Die Beamten reagierten geistesgegenwärtig und zogen den Fahrer noch vor Eintreffen der Rettungskräfte selbst aus dem Führerhaus. Auch einen leichten Brand löschten die beiden Autobahnpolizisten mit eigenen Mitteln.

A7: Medizinischer Notfall bei Lkw-Fahrer?

Der 36 Jahre alte Unfallfahrer mit polnischer Staatsangehörigkeit war ansprechbar, kam aber schließlich mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus nach Hamburg-St. Georg.

Ein Alkoholtest verlief zuvor negativ, vielmehr ergab sich der Verdacht auf einen medizinischen Hintergrund für die Zickzack-Fahrt.

Unfall auf A7: Bergung des Lkw dauert

Für die Unfallaufnahme musste die A7 gesperrt werden, am Morgen war zumindest noch der Standstreifen an der Unfallstelle abgesperrt. Die Bergung des Lkw wurde für frühestens 9 Uhr erwartet, da der Sattelauflieger zunächst noch entladen werden musste.

Im Einsatz waren rund 40 Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren Garlstorf und Egestorf sowie ein Rettungswagen und Notarzt. Der Sachschaden wurde auf 40.000 Euro geschätzt.

( cl/jdr )