Feuerwehr Landkreis Harburg

Feuerwehr probt den Ernstfall auf der Autobahn

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Die Feuerwehren der Gemeinde Neu Wulmstorf haben am Sonnabend auf dem noch gesperrten Autobahnabschnitt der A26 in Rübke eine Großübung durchgeführt.

Die Feuerwehren der Gemeinde Neu Wulmstorf haben am Sonnabend auf dem noch gesperrten Autobahnabschnitt der A26 in Rübke eine Großübung durchgeführt.

Foto: Joto / JOTO

Wehren der Gemeinde Neu Wulmstorf trafen sich zur Großübung auf einem noch nicht freigegebenen Teilstück der A 26.

Neu Wulmstorf.  Die Eröffnung des neuen Autobahnabschnitts der A 26 zwischen Jork und Neu Wulmstorf bringt für die ehrenamtlichen Feuerwehrleute in Rübke neue Aufgaben. Sie sind zukünftig die ersten Retter, die bei Unfällen und Bränden im Bereich der A 26 um Neu Wulmstorf auf die Autobahn fahren werden. Dazu hat der Landkreis Harburg bereits ein neues Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF 20) bezahlt. Das Fahrzeug hat unter anderem hydraulische Rettungsgeräte an Bord, mit denen Autotüren geöffnet werden können.

Die Gemeinde Neu Wulmstorf eröffnete 2021 außerdem ein neues Gerätehaus für die Freiwillige Feuerwehr Rübke. „Eine gute Ausstattung ist das Mindeste, was wir für die Ehrenamtlichen tun können“, sagte Bürgermeister Tobias Handtke (SPD). Um auch praktisch gut vorbereitet zu sein, übten am Wochenende alle Feuerwehren der Gemeinde Neu Wulmstorf, Feuerwehreinheiten des Landkreises und der Rettungsdienst der Johanniter Unfallhilfe aus Elstorf auf einem noch gesperrten Teilstück der A26.

Serienunfall mit fünf beteiligten Fahrzeugen

Das Übungsszenario bestand aus einem sogenannten Serienunfall mit fünf beteiligten Fahrzeugen. Ein Auto kam dabei laut Übungsvorgabe von der Fahrbahn ab. Die Leitplanke bohrte sich durch die Windschutzscheibe. In der Folge kollidierte ein Lastwagen mit einem Pkw, der auf die Seite kippte. Am simulierten Stauende rutschte ein großes Holzteil von einem Anhänger auf ein Auto. Aus allen Fahrzeugen mussten die verletzten Insassen – gespielt von DLRG-Mitgliedern der realistischen Unfall- und Notfalldarstellung – gerettet werden. „Wir haben im Vorfeld genau festgelegt, welche Verletzungen von den Darstellern gemimt werden sollen”, sagte Andreas Büttner-Ros von der DLRG Nordheide.

Dabei gab es für die Retter vom simulierten Unterarmbruch über eine verletzte Schwangere bis zu einer unter Drogen stehenden Fahrerin viel zu beachten. Die Rettung aus den verunglückten Fahrzeugen stellte ebenfalls ihre ganz eigenen Herausforderungen dar. Insgesamt waren mehr als 100 Einsatzkräfte beteiligt. „Wir haben gezielt den Fokus auf die Kommunikation zwischen den verschiedenen Einheiten gelegt“, sagte Neu Wulmstorfs stellvertretender Ausbildungsleiter Jannes Borchers zum Prozedere der Übung.

Bis der neue A 26-Abschnitt zwischen Jork und Neu Wulmstorf für den Verkehr geöffnet wird, dauert es nach Verzögerungen noch bis ins Jahr 2023. In Richtung Hamburg laufen aktuell noch die Aufspülung von mehreren Millionen Kubikmeter Baggersand.

( tjo )