Festwochenende Rosengarten

50 Jahre Rosengarten - und alle feiern zusammen!

| Lesedauer: 5 Minuten
Hanna Kastendieck
Bereiten das große Fest zum 50-jährigen Bestehen der Gemeinde Rosengarten vor (v.l.): Viola Stöver, Henry Bielefeld, Steffen Heuer, Axel Krones, Jörn Klein und Bürgermeister Dirk Seidler.

Bereiten das große Fest zum 50-jährigen Bestehen der Gemeinde Rosengarten vor (v.l.): Viola Stöver, Henry Bielefeld, Steffen Heuer, Axel Krones, Jörn Klein und Bürgermeister Dirk Seidler.

Foto: Hanna Kastendieck / HA

Prall gefülltes Festwochenende samt Lasershow und Oldtimerausstellung – Gemeinde begeht Ende August großes Jubiläum

Nenndorf.  Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Schließlich ist es das bislang größte Fest, das jemals vor dem Nenndorfer Rathaus zelebriert worden ist. Rosengarten wird 50 Jahre alt. Ein Jubiläum, dass Bürgermeister Dirk Seidler gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürger der Region mit einem großen Festwochenende gebührend feiern möchte. Am 27. und 28. August verwandelt sich das Gelände vor und rund um das Rathaus an der Bremer Straße sowie die Kirchenstraße zum bunten Festplatz. Dann soll gemeinsam angestoßen werden auf ein halbes Jahrhundert Einheitsgemeinde.

Die Gründung liegt dann exakt 50 Jahre, zwei Monate und fünf Tage zurück. Damals, am 22. Juni 1972 unterschrieben die Ratsvorsitzenden von zehn Gemeinden unter dem Gebietsänderungsvertrag. Die bis dahin selbstständigen Gemeinden Eckel, Ehestorf, Emsen, Iddensen, Klecken, Leversen, Nenndorf, Sottorf, Tötensen und Vahrendorf wurden zur Einheitsgemeinde Nenndorf zusammengeschlossen. Am 18. Juli 1973 wurde der Name amtlich in den wohlklingenden Namen Rosengarten geändert. Damals zählte die junge Gemeinde rund 7000 Einwohner. Inzwischen hat sich die Zahl fast verdoppelt. Heute leben in Rosengarten rund 13.600 Menschen.

Längst hat sich die Gemeinde Rosengarten etabliert und ist zusammengewachsen

Längst hat sich die Gemeinde Rosengarten etabliert und ist zusammengewachsen. „Ich bin Fan von Einheitsgemeinden, weil alles in einer Hand liegt, der Bürger damit nur eine Anlaufstelle hat“, sagt Bürgermeister Dirk Seidler, der die Geschicke der Gemeinde seit 2014 leitet. „Bei uns ist alles zentral organisiert. Da behält auch der Bürger besser den Überblick und weiß sofort, wo er hinmuss.“ Und zwar für alle behördlichen Belange ins Rathaus in Nenndorf, das ebenfalls im Zentrum der Feier stehen soll. Der Neubau für 5,1 Millionen Euro wurde 2018 fertig gestellt. Längst sind auch die Arbeiten am Vorplatz abgeschlossen. Doch zum Feiern wurde er bislang noch nicht genutzt. Das soll sich jetzt ändern. „Wir werden mit der großen Jubiläumsfeier gleichzeitig das neue Rathaus würdig einweihen können“, freut sich Bürgermeister Seidler, der seine Gemeinde als „gut aufgestellt und finanzstark“ bezeichnet. „Wir haben die Verbindung von Großstadt und Landleben bei uns. Das ist etwas besonderes.“

Festkomitee hat ein großes Programm auf die Beine gestellt

Anlässlich des Jubiläums hat das Festkomitee ein großes Programm auf die Beine gestellt, das möglichst viele Menschen nach Nenndorf zum gemeinsamen Feiern locken soll. Denn genau das war in den vergangenen zwei Jahren coronabedingt schwierig. Um so wichtiger ist es dem Bürgermeister, den Anlass zu nutzen, wieder miteinander ins Gespräch zu kommen. Damit das Fest auch wirklich eine Feier für alle und jeden in der Gemeinde wird, hat das Organisationsteam aus dem Rathaus von Beginn an die örtlichen Vereine und Verbände sowie Betriebe in die Planung miteinbezogen. Zum Kern gehören Sven Heuer vom Förderverein für Jugend- und Altenhilfe der Nenndorfer Dorfgemeinschaft e.V., Henry Bielefeldt und Axel Krones vom Gewerbeverein Rosengarten sowie die Erste Ratsfrau Viola Stöver und der Leiter des Ordnungsamtes, Jörn Klein.

Gemeinsam haben sie unzählige Mitstreiter aus der Region für das Wochenende gewinnen können. So präsentieren sich auf dem Rathaus-Vorplatz unter anderem die Sportvereine mit Übungen zum Mitmachen sowie der Gewerbeverein Rosengarten. In der Kirchenstraße bauen die Kitas der Region für die Minis einen Mitmach-Parcours auf, die Schützenvereine laden zum Laserschießen, der Wildpark Schwarze Berge zum Bogenschießen ein. Der Tennisclub Klecken bietet eine Geschwindigkeitsmessung für Aufschläge mit dem Tennisschläger an, die Bickbeern Schweitzer Speeldeel schminken Kinder und im Archäologiemobil des Archäologischen Museum Hamburg, dem Helms-Museum, können Besucher auf Entdeckungstour gehen. Der Nutzgeflügelzuchtverein informiert über seine Arbeit, der Postkutschenverein wird mit der historischen Kutsche vorfahren und der rote Doppeldecker aus Ehestorf Kurzrundfahrten durch die Gemeinde anbieten.

Jede Menge bunte Vespas und Oldtimer sind zu bestaunen

Bauhof, Feuerwehr und Förderverein werden sich präsentieren, Präventionsrat, freie Jugendarbeit und das Bündnis für Familie mit Kindern basteln. Die Flüchtlingshilfe plant ein Quiz vor Ort und die Rosengarten Oberschule wird Spiele anbieten. Außerdem gibt es einen Flohmarkt sowie jede Menge bunte Vespas und Oldtimer zu bestaunen. Über das gesamte Gelände findet eine Kinderrallye statt. Einer der Höhepunkte ist eine Fahrradversteigerung, für die sich Interessenten bereits jetzt als Mitbieter anmelden können.

Für das leibliche Wohl sorgen die Betriebe aus der Region unter anderem mit Fischbrötchen, Burgern und Bratwurst, Crêpes und Kuchen sowie Getränken. Darüber hinaus gibt es ein buntes Bühnenprogramm, Versteigerung von Fundsachen, eine Greifvogel-Flugshow des Wildparks Schwarze Berge sowie am Sonnabend um 23 Uhr eine große Lasershow. Das Fest wird am 27. August um 13 Uhr von Bürgermeister Dirk Seidler, Landrat Rainer Rempe und Bernd Stemmann vom Schützenverein Tötensen-Westerhof eröffnet. Am Sonntag startet der Festtag um zehn Uhr mit einem Gottesdienst vor dem Rathaus. An beiden Tagen gibt es außerdem viel Musik und tolle Shows auf der Bühne.