Wandern

Heidschnuckenweg in der Lüneburger Heide wird erweitert

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Die Pastorenteiche bei Wesel sind ein lohnendes Ziel auf dem Heidschnuckenweg. Der feiert in diesem Jahr sein zehnjähriges Bestehen.

Die Pastorenteiche bei Wesel sind ein lohnendes Ziel auf dem Heidschnuckenweg. Der feiert in diesem Jahr sein zehnjähriges Bestehen.

Foto: Landkreis Harbug / HA

Massiver Ausbau des Wanderangebots in der beliebten Ausflugsregion: 12 neue, zertifizierte Rundwanderwege entstehen. EU fördert Projekt

Lüneburg. Vor zehn Jahren wurde der Heidschnuckenweg eingeweiht. Auf 223 Kilometern führt der mehrfach prämierte Fernwanderweg quer durch die Lüneburger Heide und gehört zu den beliebtesten Wanderrouten Deutschlands.

Im Jubiläumsjahr bekommt er mit den Heideschleifen zwölf neue Rundwanderwege, die vom Deutschen Wanderverband zertifiziert wurden. Das teilte der Tourismusverband die Lüneburger Heide GmbH nun mit.

Ausgeschilderten Rundwege zwischen 1,4 und 20,9 Kilometern lang

Auf den neuen Rundwanderwegen entlang des beliebten Heidschnuckenwegs könnten Wanderer, Spaziergänger und Flaneure von sofort an die landschaftliche Vielfalt der Lüneburger Heide für sich entdecken. Die ausgeschilderten Rundtouren mit einer Länge zwischen 1,4 und 20,9 Kilometern sollen Höhepunkte der Heidelandschaft zeigen und führten durch ganz unterschiedliche Landschaften.

Pünktlich zum Beginn des Jubiläumsjahrs wurden sie nun auch vom Deutschen Wanderverband als kurze Qualitätswege mit dem Prädikat „Wanderbares Deutschland“ ausgezeichnet und haben damit offiziell die gleichen Qualitätsstandards wie der Heidschnuckenweg.

Die Europäische Union fördert das Projekt aus dem Europäischen Fond für regionale Entwicklung (EFRE) und übernimmt laut dem Lüneburger Tourismusverband 60 Prozent der entstandenen Kosten in Höhe von rund 125.000 Euro.

Zahlreiche Landgasthäuser am Wegesrand locken mit Spezialitäten

„Viele Gäste wollen den berühmten Heidschnuckenweg erleben, aber während des Kurzurlaubs nicht gleich ganze Etappen wandern“, erklärt Ulrich von dem Bruch, Geschäftsführer der Lüneburger Heide GmbH. „Auf den kürzeren Heideschleifen erleben sie die besondere Landschaft der Lüneburger Heide und können sich in den zahlreichen Landgasthäusern am Wegesrand mit Spezialitäten aus der Region stärken.“ Ebenfalls ein Vorteil für die Kurzurlauber sei, dass man mit dem eigenen Pkw an- und auch wieder abreisen kann, da alle Heideschleifen als Rundtouren angelegt sind und wieder am Ausgangsort enden. Infotafeln am Startpunkt informieren über besondere Highlights der jeweiligen Strecke.

Ob das Freilichtmuseum am Kiekeberg, die traditionellen Heidehöfe in Wilsede oder die Hügelgräber von Niederhaverbeck: Jede Heideschleife umfasst Sehenswürdigkeiten, die besichtigt werden können. Die zwölf Rundwanderwege verlaufen in Teilen auf dem Heidschnuckenweg oder überqueren ihn. So können auch Wanderer auf dem Heidschnuckenwegs einen Abstecher in die umliegenden Landschaften machen und eine oder mehrere Schleifen problemlos in ihre Touren integrieren.

Heidschnuckenweg sorgt seit Gründung für deutlichen Schub im Tourismus

Hat schon der Heidschnuckenweg seit seiner Gründung vor zehn Jahren für einen deutlichen Schub im Tourismus gesorgt, erwartet man dies auch für die neuen Heideschleifen. „Es steht uns eine tolle Wandersaison bevor, der Heidschnuckenweg wird 10 Jahre und wir vergrößern das Wanderangebot enorm. Alle Wanderer werden sich freuen“, meint Ulrich von dem Bruch. Der runde Geburtstag wird auch gefeiert. Natürlich mit Programm und Wanderungen.

Im Jubiläumsjahr 2022 laden jeden zweiten Sonnabend im Monat zertifizierte Natur- und Landschaftsguides zu einer geführten Wanderung auf einer der neuen Heideschleifen ein. Ein Geburtstagsgeschenk an den Heidschnuckenweg für den sich die Guides eine besondere Überraschung für ihre Gäste ausgedacht haben. Auftakt macht am 29. Januar die Heideschleife Angelbecksteich im Naturpark Südheide, südlich von Hermannsburg. Die rund 1,5 Kilometer lange Strecke ist barrierefrei und mit ihrer tastbaren Wegbegrenzung und Infotafeln in Brailleschrift auch für Menschen mit Sehschwächen geeignet.

Mit zertifizierten Guides neue Heideschleifen entdecken

Die weiteren Wandertermine: Am Sonnabend, 12. Februar, geht es auf der neuen Heideschleife durchs Büsenbachtal. Am 12. März führt die Wanderung durch die Fischbeker Heide. Am 9. April wird die barrierefreie Heideschleife Haverbeeke erkundet. Am 14. Mai geht es auf eine Tour durch die Misselhorner Heide, am 11. Juni nach Müden (Örzte), am 9. Juli ins Pietzmoor, am 13. August ins Radenbachtal, am 10. September auf die Heideschleife durch die Schwarzen Berge. Am 8. Oktober wird dann die Heideschleife Töps Ziel einer geführten Wanderung. Am 12. November geht es zum Tütsberg und am 10. Dezember wird als letzter Termin des Jahres eine Wanderung auf der Heideschleife am Wilseder Berg in der Lüneburger Heide angeboten.

Detaillierte Informationen zu den Wanderungen, Startzeiten und Kosten gibt es unter www.lueneburger-heide.de/24326.

( HA/krk )