Atommüll

Bund informiert zur Endlagersuche im Landkreis Harburg

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Bahlburger wehren sich gegen die Untersuchung ihres Salzstocks

Bahlburger wehren sich gegen die Untersuchung ihres Salzstocks

Foto: Höppner / HA

Aktuellen Stand der wissenschaftlichen Arbeiten zum Bahlburger Salzstock: Öffentliche Veranstaltung ist am 28. März geplant

Bahlburg. Am 28. März wird die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) die Öffentlichkeit über den aktuellen Stand der wissenschaftlichen Arbeiten zum Bahlburger Salzstock informieren. Das sei bei einem Gespräch der BGE vereinbart worden, teilt der Landkreis Harburg mit.

An dem Informationsgespräch waren unter anderen Landrat Rainer Rempe, Winsens Bürgermeister André Wiese, Salzhausens Samtgemeindebürgermeister Wolfgang Krause sowie Ortsvorsteher und Vertreter der Bürgerinitiative Bahlburg beteiligt.

Suche nach geeignetem Standort für atomares Endlager

Nach Aufgabe des Gorlebener Salzstocks hat die bundesweite Suche nach einem geeigneten Standort für ein atomares Endlager neu begonnen. Sie liegt in der Verantwortung der BGE. Aktuell werden dazu die Grundlagen erarbeitet: die Methoden der Sicherheitsuntersuchungen, die später darüber entscheiden werden, welche unter hunderten potenzieller Standorte überhaupt geologisch geeignet wären. Zur Entwicklung der Untersuchungsmethoden für Salzlagerstätten dient der Bahlburger Salzstock – zum Entsetzen vieler Anwohner. Sie befürchten, dass dies eine Vorentscheidung für ein Endlager ist, was von offizieller Seite bestritten wird.

BGE-Geschäftsführer Steffen Kanitz nannte in dem Gespräch laut Kreisverwaltung mehrere Elemente, mit denen die Sicherheit eines Endlagers in einer geologischen Formation bewertet werden kann, verbunden mit der für einen sicheren Betrieb notwendigen Technik. Mit Blick auf Bahlburg beschrieb er die Datenquellen, mit denen die BGE arbeitet, etwa Bohrdaten und Darstellungen des Salzstocks als geologische 3D-Modelle.

Mehr Informationen über inneren Aufbau des Salzstocks

Zudem erläuterte er den Beteiligten, wie die BGE mehr Informationen über den inneren Aufbau des Salzstocks gewinnen möchte. In der anschließenden Diskussion betonte Kanitz, dass so schnell nicht entschieden werde, welches der drei Wirtsgesteine (Salz, Ton, Kristallin/Granit) sich am besten eigne.

In welcher Form Informationsveranstaltung am 28. März veranstaltet wird, ist aufgrund der Pandemie noch offen. Ihr soll sich ein Konsultationsverfahren anschließen, bei dem sich die Bürger schriftlich äußern können.

( hi )