Verkehrsbelastung

Neue Studie empfiehlt Rübke-Umfahrung für A26-Zubringer

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Blick von der A26-Brücke Richtung Neu Wulmstorf: Die neue Tragschicht für die Autobahn ist hier schon fertig, Ende 2022 könnte die neue Anschlussstelle in Rübke für den Verkehr freigegeben werden

Blick von der A26-Brücke Richtung Neu Wulmstorf: Die neue Tragschicht für die Autobahn ist hier schon fertig, Ende 2022 könnte die neue Anschlussstelle in Rübke für den Verkehr freigegeben werden

Foto: Axel Tiedemann / AT

Aber Bedenken gibt es wegen Moorboden und Naturschutz. Gutachter haben auch eine weitere Variante geprüft

Neu Wulmstorf.  Die Ergebnisse einer Machbarkeitsstudie zu einer Ortsumfahrung Rübke liegen jetzt vor und sollen demnächst öffentlich vorgestellt werden. Die Studie hatten der Gemeinderat Neu Wulmstorf und der Kreistag in Winsen in Auftrag gegeben.

Hintergrund ist die Fertigstellung der künftigen A26-Anschlussstelle Neu Wulmstorf, die für Ende 2022 erwartet wird. Im Bereich des Ortsteils Rübke könnte es dann zu einer deutlich höheren Verkehrsbelastung kommen, so die Befürchtung.

Verdopplung des Durchgangsverkehrs befürchtet

Bestätigt wird diese Sorge nun auch von der Machbarkeitsstudie, in der die Gutachter davon ausgehen, dass sich die Zahl der täglichen Fahrzeuge in Rübke auf der Straße Nincoper Deich nahezu verdoppeln könnten. Die Gutachter hatten in der Studie daher eine Ortsumfahrung untersucht, die überwiegend noch auf Neu Wulmstorfer Gebiet östlich von Rübke verlaufen würde, also in Richtung Hamburg. Kurz vor Neuenfelde würde sie wieder an den Nincoper Deich anknüpfen. Fazit der Studie: Der Bau sei grundsätzlich möglich. Schwierigkeiten sehen die Gutachter aber vor allem im moorigen Untergrund, der den Bau technisch schwierig gestalten könnte.

2029 könnte die Umgehungsstraße fertig sein

Ein „Risiko“ für die tatsächliche Realisierung einer solchen Straße bestehe zudem bei der Genehmigung, weil sie das Naturschutzgebiet im Moor im Randbereich streife. Die voraussichtlichen Kosten einer solchen Straße wird in der Machbarkeitsstudie mit rund 10,75 Millionen Euro kalkuliert. 2029 könne dafür die Verkehrsfreigabe erfolgen.

Geprüft wurde auch eine „Null-Plus-Variante“

Parallel hatten die Gutachter auch eine „Null-Plus-Variante“ geprüft. Dabei fließt der Verkehr weiter durch das 600-Einwohner-Dorf, die Straße würde man dann aber dafür „optimieren“: beispielsweise mit einem besonderen Straßenbelag, um die Lärmbelastung zu mindern. Auch bessere Geh- und Radwege würde es dann dort geben. Diese Variante würde nur rund 1,6 Millionen Euro kosten. Abschließend heißt es in der Studie: „Die vorliegende Untersuchung zeigt, dass eine Ortsumfahrung für den Ortsteil Rübke grundsätzlich darstellbar ist, und gegenüber einer Null-Plus-Variante auch zu bevorzugen wäre“ Zu berücksichtigen seien vor allem eine umfassende Voruntersuchung mit einem detaillierten Variantenvergleich sowie mit Blick auf das Naturschutzgebiet eine „schlüssige Darlegung des Nutzens“.

Studie empfiehlt Einbindung Hamburgs

Wenn die Idee weiterverfolgt werde, empfehle sich zudem eine bessere Einbindung der Stadt Hamburg. Denn die Verkehre, die durch Rübke fließen, würden „nahezu unverändert“ auch im Hamburger Ortsteil Neuenfelde ankommen. Eine überörtliche Lösung der Verkehrsproblematik sei daher sinnvoll. „Hierbei kann die Aufstellung eines länderübergreifenden Verkehrskonzeptes zielführend sein“, so die Gutachter.

Die Informationsveranstaltung zu der Studie findet am Dienstag, 7. Dezember, ab 18 Uhr in der Burg Seevetal statt. Es gilt dort voraussichtlich die 3-G-Regel, zudem wird eine Anmeldung benötigt, weil die Plätze begrenzt sind. Infos dazu und die gesamte Studie sind im Internet zu finden: www.landkreis-harburg.de/ouruebke.

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